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Aktualisiert: vor 11 Stunden 19 Minuten

Bastian Kunkel hat Chancen auf Jungmakler Award

vor 13 Stunden 38 Minuten

In diesem Jahr haben sich neben den Maklern mit einer besonderen Zielgruppenspezialisierung auch viele Generalisten für den Jungmakler Award beworben. Wer 2017 zu den Siegern gehört, erntet nicht nur Ruhm und Ehre, für sie oder ihn winken auch bis zu 10.000 Euro. Die Finalrunde wird spannend, da die Qualität der Bewerber wohl "sehr hoch ist".

Für vier Nachwuchsmaklerinnen und neun Nachwuchsmakler geht es im Wettbewerb weiter: Sie wurden zum Bundes-Casting in das Finale des Jungmakler Awards 2017 eingeladen. Die Alte Leipziger – langjährige Förderin des Wettbewerbs – richtet am 28. September 2017 in Oberursel den Finaltag aus. Anschließend berät die Jury bestehend aus Abgesandten der wettbewerbsfördernden Unternehmen ein letztes Mal über die Präsentationen der Finalisten, bevor die Sieger am 26. Oktober 2017 auf der DKM gekürt werden.

„In diesem Jahr ist besonders auffällig, dass neben den spezialisierten Vermittlern auch sogenannte ‚Kirchturmmakler‘ bis zum Schluss im Rennen sind, die in ihrer Region ihren Kunden einen umfassenden Versicherungsschutz bieten wollen. Die Qualität der Bewerber ist sehr hoch und es bleibt spannend, wer 2017 auf dem Treppchen stehen wird", zieht Konrad Schmidt, Mitglied der Geschäftsleitung der Wettbewerbs-Mitinitiatorin bbg Betriebsberatungs GmbH, ein vorläufiges Resümee.

Hohe Preisgelder und Sachleistungen winken
Die Teilnahme lohnt sich, denn den Gewinnern des Wettbewerbs winken attraktive Preise: So erhält der Erstplatzierte 10.000 Euro sowie einen Gutschein des Campus Iinstitut für das Studium Finanzfachwirt/-in (FH) im Wert von 5.900 Euro. Der 2. Platz kann sich über 5.000 Euro sowie einen Gutschein für die Teilnahme an den Entwicklungstagen des Instituts Ritter auf der Insel Rügen freuen. Der Drittplatzierte erhält 3.000 Euro sowie einen Bildungsgutschein der Deutsche Makler Akademie gGmbH im Wert von 1.000 Euro. Zusätzlich werden die drei besten Jungmakler auf dem Titel der AssCompact November 2017 erscheinen und einer der Platzierten darf sich über eine individualisierte Print-Kundenzeitung (500 Stück) von V-aktuell freuen.

Finalisten Jungmakler Award
In diesem Jahr treten folgende Bewerber im Finale des Jungmakler Awards 2017 an:

  • Manuel Epp - E & P Versicherungsmakler GmbH & Co.KG
  • Philipp Frahmke - AFC Frahmke – Assecuranz- & Finanzvermittlungs-
    Contor GmbH
  • Roland Herrmann - Roland Herrmann Consulting GmbH
  • Stephanie Hirt - Hirt Makler GmbH & Co. KG
  • Silvia Holzäpfel - EFD GmbH – Europäische Finanzdienstleister GmbH
  • Dennis Keller - Versicherungsbüro Haiger GmbH
  • Sebastian Kresse - Sebastian Kresse – Unabhängige Finanzberatung
  • Bastian Kunkel - Versicherungen mit Kopf
  • Julia Podzins - Versicherungsmakler Podzins GmbH & Co.KG
  • Ingo Schröder - Maiwerk Finanzpartner GbR
  • Lars Steinmann - Kanzlei Steinmann
  • Janine Teetz - Finaconsil – Vermögensmanagement für Mediziner
  • Dominik Wilnauer - RWW Versicherungsspezialisten GbR

Voll im Trend: Kooperationen

vor 14 Stunden 8 Minuten

Die Volkswohl Bund Versicherungen gehen mit Wefox zusammen. Und der Maklerpool Germanbroker.net probiert eine Allianz mit Getsurance. Die Ziele: Innovationen vorantreiben sowie die klassische Welt mit der digitalen stärker verzahnen. Natürlich zum Wohle der Makler. 

Das Berliner Insurtech Getsurance kooperiert nun mit dem Maklerverbund Germanbroker.net. "Wir öffnen uns damit auch für den klassischen Maklervertrieb und schlagen eine Brücke zwischen modernen digitalen Produkten und der persönlichen Kundenberatung vor Ort“, begründet Dr. Viktor Becher, Gründer von Getsurance, diesen Zusammenschluss.

Beide Unternehmen vereinbarten eine enge Zusammenarbeit und einen regelmäßigen Austausch, der auch die künftige Produktentwicklung bereichern soll. Germanbroker.net-Partner können laut Unternehmensangaben bereits ab September 2017 über das Extranet des Maklerpools auf „Getsurance Job“ zugreifen. „Getsurance Job“ verfolgt als digitale Berufsunfähigkeits-Versicherung (BU) einen abgestuften Produktansatz mit drei verschiedenen BU-Varianten (Job Basic, Job Comfort und Job Premium), die sich im Leistungsumfang unterscheiden.

Hintergrundinformationen
Die Germanbroker.net AG (gBnet) ist eine Servicegesellschaft für Versicherungs- und Finanzmakler. Der Maklerpool konzipiert in Zusammenarbeit mit diversen Versicherungsunternehmen exklusive Produkte für besonders anspruchsvolle Kunden. Der Maklerverbund wurde 2001 von Maklern für Makler mit dem Ziel gegründet, die rechtliche und wirtschaftliche Unabhängigkeit kleiner und mittelständischer Versicherungs- und Finanzmakler zu fördern. Und: Das Berliner Unternehmen Getsurance entwickelt digitale Produkte im Bereich der Lebensversicherung.

Robo-Beratung: Bafin prüft streng

Do, 08/17/2017 - 10:21

Unternehmen, die eine automatische Sparberatung anbieten, hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) nun ganz deutlich die rote Karte gezeigt. Diese Anbieter benötigten in jedem Fall eine gewerbe- oder bankrechtliche Genehmigung. Die Aufsicht weist im Augustheft des eigenen Journals darauf hin, dass sie ganz alleine prüft, ob ein Angebot genehmigungspflichtig ist. Hinweise der Unternehmen hätten keinerlei Relevanz.

Mittlerweile würden immer mehr Insurtechs mit einer automatischen Beratung, auch Robo-Advice genannt, auf den Markt drängen. Solche Angebote gebe es für Versicherungs-, Bank- und Anlageprodukte. So würden im Vertrieb von Versicherungsprodukten auf der Basis von Algorithmen geeignete Produkte empfohlen – sowohl zur Altersvorsorge, als auch zur Absicherung von Schadensfällen.

Robo-Advice überall
Zusätzlich ermöglichten es einzelne Versicherungsunternehmen ihren Kunden, sich auf ihren Webseiten persönliche Angebote zum gewünschten Versicherungsschutz erstellen zu lassen. Charakteristisch sei hier oftmals, dass die Beratung zunächst automatisiert erfolgt, um danach durch persönlichen Kontakt ergänzt zu werden. Banken würden automatische Beratungen nur in geringem Umfang auf eigenen Plattformen anbieten. Hauptsächlich erfolge die automatisierte Beratung und Finanzplanung noch über Vergleichsportale für Hypotheken, Privatkredite, Bankkonten und Bankeinlagen. Der Funktionsumfang reiche von der bloßen Kundeninformation bis hin zum Vertragsabschluss bei einem der gelisteten Anbieter.

Zumeist fungieren die Vergleichsportale als Vermittler und nicht als Anbieter des eigentlichen Produkts. Mittlerweile hätten sich aber auch Portale etabliert, die auf Basis der vom Kunden zur Verfügung gestellten Information konkrete Produktvorschläge unterbreiten, die dem eingegebenen Kundenprofil entsprechen sollen. Einen besonderen Focus legt die Bafin nun auf die Kontrolle der Anlageberatung. Die Robo-Advisor würden aufgrund von Informationen über Anlageziele und Risikoneigung mittels eines Algorithmus die zum Kundenprofil passenden Finanzinstrumente ermitteln. Grundsätzlich unterlägen solche Anlagenberatungen dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG). Allein wenn Anteile an Investmentvermögen, alternative Investmentfonds, also meist geschlossene Fonds oder Unternehmensbeteiligungen beraten werden, gilt ausnahmsweise die Gewerbeordnung.

Damit das Schätzchen im Winter nicht leidet

Do, 08/17/2017 - 09:00

Noch läuft die Oldtimer-Saison, doch für die Besitzer der alten Fahrzeuge stehen demnächst die Vorbereitungen auf den Winter an. Eine deutschlandweite Umfrage unter Classic Car-Besitzern von TNS Infratest im Auftrag von Hiscox zeigt, welche Vorkehrungen sie für die Überwinterung ihres Oldtimers treffen und in welchen Bereichen sie nur unzureichend vorsorgen. Denn auch abseits der Straßen drohen den Oldtimern Gefahren durch falsche Lagerung, wie die Umfrageergebnisse bestätigen.

29 Prozent der gefragten Fahrer hatten beispielsweise bereits mit Feuchtigkeits- beziehungsweise Korrosionsschäden zu kämpfen und acht Prozent der Fahrzeuge waren von Frostschäden betroffen. Trotzdem verzichtet mehr als ein Viertel (26 Prozent) der Umfrageteilnehmer auf spezielle Vorkehrungen für die Überwinterung des eigenen Oldtimers.

Kein Diebstahlschutz während der Wintermonate
Zumindest nutzen 59 Prozent für die Einlagerung in den Wintermonaten eine (trockene) Einzelgarage. Aber lediglich 29 Prozent der Classic Car-Besitzer bauen die Batterie komplett aus, obwohl diese platzen und große Schäden an dem Fahrzeug anrichten kann. Mit einem Diebstahlschutz durch eine Alarmanlage oder Ortungssysteme sichert keiner der Befragten seinen Oldtimer während der Wintermonate ab.

Bislang geht immer noch die Mehrheit der Befragten (67 Prozent) das Risiko eines ungedeckten Schadens ein, indem sie ihren Oldtimer nur mit einem Standard-Kfz-Tarif versichern, darunter 47,8 Prozent mit einer reinen Haftpflicht und 44,8 Prozent mit einer Haftpflicht inklusive Teilkasko. Nur 33 Prozent haben einen speziellen Oldtimer-Tarif abgeschlossen, davon jeweils 36,4 Prozent mit einer reinen Haftpflicht beziehungsweise einer Haftpflicht mit Teilkasko.

H-Kennzeichen ist nicht zwingend erforderlich
Der Spezialversicherer Hiscox bietet Oldtimer-Besitzern mit der Police Classic Cars by Hiscox Schutz unter Allrisk-Bedingungen zu jeder Jahreszeit. Durch ein internationales Oldtimer-Netzwerk kann der Spezial-Versicherer Versicherungsnehmer zum Beispiel je nach Schaden an spezialisierte Werkstätten verweisen. Der Versicherungsschutz kann für Fahrzeuge ab 15 Jahren und 20.000 Euro Mindestwert beziehungsweise ab 30 Jahren und 10.000 Euro Wert abgeschlossen werden. Ein H-Kennzeichen ist nicht zwingend erforderlich.

Maklerrecht: Welche Beratung im Sozialversicherungsrecht ist zulässig?

Do, 08/17/2017 - 07:15

Dem Versicherungsmakler ist eine Beratung im Bereich des Sozialversicherungsrechtes im Zusammenhang mit der Erfüllung seiner Vermittlungsaufgaben, etwa bei Vermittlung von Verträgen der privaten oder betrieblichen Altersvorsorge, als Nebenleistung nach § 5 Abs. 1 RDG erlaubt.

Bietet der Makler hingegen seinen Kunden an, Prüfungen oder Befreiungen im Sozialversicherungsrecht zu bearbeiten oder auch Kontakt mit Behörden aufzunehmen, so ist dies keine erlaubte Nebenleistung.

Das Oberlandesgericht Karlsruhe klärte hier eindeutig die Frage: "Was ist eine Nebenleistung i. S. des RDG?"

Den vollständigen Urteilstext (Nr. 2/33) können Sie bei der Versicherungs- und Rentenberatung Rudi & Susanne Lehnert abrufen - Telefon: 09 11/40 51 73 oder E-Mail: kanzlei@berater-lehnert.de

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Vor der Verwendung eines hier zitierten Urteils empfehlen wir den Einsatz vorher mit unserer Versicherungs- und Renten-Beratung, Rudi & Susanne Lehnert, zumindest telefonisch abzusprechen, damit sichergestellt ist, dass dieses auch für den in Frage kommenden Fall geeignet ist, oder ob nicht doch ein anderes Urteil besser geeignet sein könnte.

Haftung: Da es sich bei jedem rechtskräftigen Urteil stets nur um die Beurteilung eines Einzelfalls handelt, besteht bezüglich des Erfolges keine Haftung und Gewähr.

Arbeitgeber will kein Engagement bei der Konkurrenz

Mi, 08/16/2017 - 08:15

Beteiligt sich ein Arbeitnehmer so in einem Konkurrenzunternehmen, dass er maßgeblichen Einfluss auf den Geschäftsbetrieb hat, kann ihm fristlos gekündigt werden.

Der Kläger war im vorliegenden Fall (LAG Schleswig-Holstein, Az.: 3 Sa 202/16)  für ein Dienstleistungsunternehmen insbesondere im Bereich der Telekommunikation, seit 2007 zuletzt als leitender Angestellter mit Prokura zuständig für Logistik. Daneben beteiligte er sich mit 50 Prozent an einer anderen Gesellschaft im Bereich „Handel, Service und Beratungen im Umfeld von Telekommunikations- und Medienunternehmen“. Dies teilte er seinem Arbeitgeber nicht mit.

Fehlverhalten war besonders schwerwiegend
Die Gesellschaft an der er beteiligt war, erfüllte auch Aufträge für den beklagten Dienstleister. Nachdem die Beklagte von der Gesellschafterstellung des Klägers Kenntnis erlangt hatte, kündigte sie ihm fristlos, obwohl das Arbeitsverhältnis ohnehin zum Monatsende hätte enden sollen. Der Kläger hielt die Kündigung für unwirksam, da er trotz seines Gesellschaftsanteils keinen bestimmenden Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft gehabt habe. Seine Klage hatte keinen Erfolg.

Solange das Arbeitsverhältnis bestehe, sei dem Arbeitnehmer jede Konkurrenztätigkeit untersagt, begründete das Landesarbeitsgericht sein Urteil. Dies gelte auch für die Beteiligung an einem Konkurrenzunternehmen, wenn dies zu maßgeblichem Einfluss auf den dortigen Geschäftsbetrieb führe. Bei einer 50-prozentigen-Beteiligung sei dies der Fall, wenn Beschlüsse der Gesellschafterversammlung – wie hier – mit Stimmenmehrheit gefasst werden müssten. Das Fehlverhalten sei so schwerwiegend gewesen, dass der Beklagten die Fortführung des Arbeitsverhältnisses auch nur bis zum Monatsende nicht zuzumuten gewesen sei.

Quelle: Arag

Rufmordkampagne gegen AWD?

Mi, 08/16/2017 - 08:00

Der Versicherungskaufmann Stefan Schabirosky hat angeblich gezielt und jahrelang eine Schmutzkampagne gegen Carsten Maschmeyer und dessen Finanzvertrieb AWD betrieben. Auftraggeber des Verleumdungsfeldzugs: AWD-Konkurrent Deutsche Vermögensberatung (DVAG).

Schabirosky hat ein Buch zum Thema verfasst, das in Auszügen online vom "Handelsblatt" veröffentlicht wird. In einem Interview mit der Zeitung berichtet der ehemalige AWD-Vertreter seine Geschichte.

Millionenprämie als Motivation
2003 sei er nach einem Streit bei AWD gekündigt worden und habe sich aus Rache vom Konkurrenten DVAG anheuern lassen, um eine Kampagne zur Diskreditierung des Finanzvertriebs aus Hannover und dessen Chef Maschmeyer zu starten. Er habe versucht Anlegeranwälte zu mobilisieren, CDs mit angeblichen negativen Insiderinformationen verschickt und sich bemüht die Medien mit AWD-kritischen Berichten zu füttern. Aus harmlosen Informationen habe er Skandalnachrichten inszeniert. Anfänglich sei er nicht erfolgreich gewesen. Über acht Monate habe es beispielsweise gedauert, bis die "Süddeutsche Zeitung" als erstes Medium angebissen habe.  Eine anonyme Anzeige an die Bafin, die er über einen Hamburger Anwalt lanciert habe, habe den "Damm brechen lassen". Andere Medien seien auf den Skandalzug aufgesprungen. Er habe "eine Meute entfesselt", so Schabirosky im Interview.

Das Motiv hinter dem Feldzug sei Rache und Geld gewesen. Angeblich sei ihm Vom DVAG-Vorstand Friedrich Bohl eine Millionensumme versprochen worden, wenn er Maschmeyer zu Fall bringe. Zudem habe man sich vertraglich auf ein monatliches Honorar von 6.000 Euro geeinigt.

DVAG reagiert scharf
Nachdem der angeschlagene AWD-Chef  seine Anteile 2008 an die Swiss Life verkaufte, sei die  versprochene Millionenbelohnung aber aus geblieben.  Dies sei nun der Grund  für scharfe Attacke auf die DVAG. Man habe ihm seinen "Jackpot" vorenthalten. Seine Versuche, das Geld auf juristischen Weg einzutreiben, wurden vom Landgericht Frankfurt am Main und in 2. Instanz vom Oberlandesgericht Frankfurt  am Main zurück gewiesen.

Die DVAG weist seine Vorwürfe scharf zurück: Das Unternehmen bestätigt, dass Schabirosky  Informationen über den Konkurrenten und weitere Informationen über die Branche angeboten habe. Dies seien aber zugängliche Informationen, die jeder Handelsvertreter kenne gewesen. Da er jedoch über umfassende Branchenkenntnisse verfügt und die Branche sich im Umbruch befunden habe, sei er mit einem Beratungsvertrag als Controller beschäftigt worden.

Arbeit für einen Maklerpool
Seine Aufgabe sei gewesen den europäischen Markt der Finanzdienstleister  zu beobachten. Niemals hätte er Weisungen oder konkrete Aufträge seitens der DVAG erhalten.  Nachdem er "keine verwertbaren Arbeitsergebnisse geliefert"  habe sei klar gewesen, dass er "überwiegend und auf Kosten der DVAG einen persönlichen Rachefeldzug gegen den AWD führte". Deswegen habe man sich Ende 2008 von ihm getrennt. Dabei habe Schabirosky in einer eidesstattlichen Versicherung erklärt, dass die DVAG weder davon gewusst noch Anweisungen dazu gegeben habe, falls er Gesetze verletzt habe.

Heute arbeitet Schabirosky nach eigenen Angaben bei einem Maklerpool und als Day-Trader.

Weiterbildung wird Pflicht

Mi, 08/16/2017 - 06:47

Am 23. Februar 2018 wird es ernst: Vermittler haben die Pflicht zur Weiterbildung. Nehmen Sie deshalb an unserer Befragung teil!

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) sieht vor, dass sich Vermittler jährlich im Umfang von 15 Zeitstunden weiterbilden müssen. Die IDD sieht weiter vor, dass alle Vermittler, die ein Produkt vertreiben dürfen, über das Produkt und seine Besonderheiten informiert sind und in die Lage versetzt werden, die geeigneten Kunden auszuwählen.

Auch wenn gut die Hälfte der Vermittler bereits bei der Brancheninitiative „Gut beraten“ teilnimmt, sollten sich die Vermittler gedanklich auf Veränderungen einstellen, rät Vertriebsexperte Professor Dr. Matthias Beenken. Zunächst einmal muss laut Entwurf die Weiterbildung künftig jährlich nachgewiesen werden. Eine Verteilung auf einen Fünf-Jahres-Zeitraum wie bei „Gut beraten“ lässt die IDD nicht zu.

Spannend ist auch die Frage, wie Vermittler Interesse an elektronisch unterstütztem Lernen haben. Um Versicherungsmagazin-Angebote noch besser auf Sie abstimmen zu können, möchten wir erfahren, welche Weiterbildungsangebote Sie bereits nutzen und welche Sie gerne nutzen würden. Bitte nehmen Sie sich dazu wenige Minuten für eine Befragung Zeit.

Junge Zielgruppe online ansprechen

Di, 08/15/2017 - 09:18

Der Musiker und Youtuber Kayef ist insbesondere der Generation Y ein Begriff. Das macht sich ein Finanzdienstleister zunutze und kooperiert mit dem Internetstar. Wie die Branche die Aufmerksamkeit junger Zielgruppen wecken will.

Seit 2014 führt Schwäbisch Hall die Aktion "Band sucht Bleibe" durch. Dabei geben deutsche Künstler wie Tim Bendzko oder Mark Foster Wohnzimmerkonzerte. In diesem Jahr ist der Düsseldorfer Musiker und Youtuber Kayef dabei. Die Bausparkasse bewirbt die Aktion unter anderem in den Filialen der Volks- und Raiffeisenbanken sowie über eine Online-Kampagne auf Facebook, Instagram und Spotify. Über die Aktion sollen vor allem junge Personen aufmerksam werden auf Finanzangebote, für die sie sich ansonsten weniger interessieren würden.

Aufmerksamkeit durch Begeisterung herstellen
"Bausparen und Baufinanzieren sind wahrscheinlich nicht die ersten Themen, mit denen sich junge Menschen beschäftigen. Wer sie aber trotzdem dafür sensibilisieren will, der muss begeistern", weiß Norman Wagner, Managing Director der Agentur Mediacom Beyond Advertising, die an der Kampagne beteiligt ist. "Kayef erreicht mit seinen Videos tausende junge Menschen, und schafft mit -Band sucht Bleibe- das Bewusstsein für die Themen Wohnen, Wohneigentum, Bausparen und Baufinanzieren", fügt Karin Kaiser, Abteilungsleiterin Markenmanagement bei Schwäbisch Hall, hinzu.

Der Beitrag erschien zuerst auf Springer Professional.

AO ist weiterhin häufigster Vertriebsweg

Di, 08/15/2017 - 08:00

Im Neugeschäft der Assekuranz dominiert weiterhin der Ausschließlichkeitsvertrieb. Dies zeigt die Vertriebswegestatistik 2016, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) vorgestellt hat.

In der Lebensversicherung und in der Krankenversicherung entfallen über 90 Prozent des Neugeschäfts auf Einfirmenvermittler, Makler oder Mehrfachvertreter. Im vergangenen Jahr konnten die Ausschliesslichkeitsvermittler ihren Anteil am Vertriebswegemix in der Lebensversicherung leicht um 0,4 Prozent auf 41,4 Prozent erhöhen. 26,3 Prozent der vermittelten Neugeschäfts kam über Makler, dies ist eine Steigerung von 0,2 Prozent gegenüber 2015. Gemessen an der Beitragssumme wurde knapp 20 Prozent des Neugeschäfts über Kreditinstitute abgeschlossen (20,7 Prozent 2015). Der Marktanteil des Direktvertriebs (inklusive der Vergleichsportale steigerte vielvon drei auf 2,3 Prozent. Auch in der privaten Krankenversicherung (PKV) dominieren die Ausschliesslichkeitsvermittler mit 57 Prozent ((+ 0,4 Prozent) vor Maklern (26,6 Prozent) und dem Direktvertrieb (6,1 Prozent).

Kfz-Policen werden häufig direkt gekauft
In der gesamten Schaden-/Unfallversicherung ist der Anteil der Direktabschlüsse mit 13,9 Prozent im Vergleich zu anderen Sparten überdurchschnittlich hoch. In der Kfz-Versicherung kam im vergangenen Jahr ein knappes Fünftel (18,5 Prozent) des Neugeschäfts aus dem Direktvertrieb oder über Vergleichsportale. Damit setzt sich dort der Trend der Vorjahre deutlich fort. Die Zahlen zeigen, dass der persönliche Kontakt beim Abschluss einer Versicherung für die Kunden weiterhin wichtig ist.

Dabei sind Digitalisisierung und Kontakt zum Vermittler kein Widerspruch: "Die Digitalisierung des Versicherungsvertriebs hat auch die klassischen Vertriebswege erreicht", sagt Elisabeth Stiller, Leiterin Vertrieb beim GDV. Viele Vermittler nutzten für die Kommunikation mit ihren Kunden selbstverständlich soziale Netzwerke und Messenger-Apps. Diese Dimension der Digitalisierung bilde eine reine Abschluss-Statistik nicht ab.

Gesundheitsfragen: Versicherer hat Risikoprüfungsobliegenheit

Di, 08/15/2017 - 07:10

Pauschale Fragen, etwa "Leiden oder litten Sie an Krankheiten, Störungen oder Beschwerden", müssen mit geeigneten Beispielen konkretisiert werden (etwa Herz-Kreislauferkrankungen oder ähnlich) , damit sich der Versicherer im BU-Leistungsfall – ohne Kausalität –auf eine arglistige Täuschung des Versicherungsnehmers berufen kann.

Ebenso ist es dem Versicherer, durch die Angabe des Hausarztes, gestattet worden, sich bei diesem zu erkundigen, weil der Versicherungsnehmer den Hausarzt damit von der Schweigepflicht entbunden hat.

Wenn der Versicherer den Hausarzt nicht befragt, hat er seine Risikoprüfungsobliegenheit verletzt. Eine Anfechtung wegen arglistiger Täuschung verstößt gegen Treu und Glauben und ist aus dem vorgenannten Grund unzulässig.

Der Bundesgerichtshof entschied hier zugunsten des Versicherungsnehmers.

Den vollständigen Urteilstext (Nr. 1/33) können Sie bei der Versicherungs- und Rentenberatung Rudi & Susanne Lehnert abrufen - Telefon: 09 11/40 51 73 oder E-Mail: kanzlei@berater-lehnert.de

Für Versicherungsmagazin-Abonnenten ist dieser Service einmal jährlich kostenlos. Danach wird ein Betrag von 50 Euro plus MwSt. pro Urteil berechnet (bitte Abo-Nummer bereithalten).

Vor der Verwendung eines hier zitierten Urteils empfehlen wir den Einsatz vorher mit unserer Versicherungs- und Renten-Beratung, Rudi & Susanne Lehnert, zumindest telefonisch abzusprechen, damit sichergestellt ist, dass dieses auch für den in Frage kommenden Fall geeignet ist, oder ob nicht doch ein anderes Urteil besser geeignet sein könnte.

Haftung: Da es sich bei jedem rechtskräftigen Urteil stets nur um die Beurteilung eines Einzelfalls handelt, besteht bezüglich des Erfolges keine Haftung und Gewähr.

 

 

Auseinandersetzungen um § 16 BetrAVG

Mo, 08/14/2017 - 08:00

Wohl kaum ein anderer Paragraf des Betriebsrentengesetzes (BetrAVG)  ist so häufig Anlass von juristischen Auseinandersetzungen wie der § 16 – Anpassungsprüfungspflicht. Das zeigt auch das aktuelle Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 13. Dezember 2016 (3 AZR 342/15).

Im Verfahren ging es zum einen darum, ob der Arbeitgeber für die Kürzung der Altersrente nach § 1 Abs. 1 Satz 3 der Pensionskasse aufkommen muss, und zum anderen, ob die Anpassung der Betriebsrente an den Kaufkraftverlust gemäß § 16 Abs. 1 und Abs. 2 BetrAVG zum 1. Oktober 2008, 1. Oktober 2011 und 1. Oktober 2014 zu Recht unterblieben war.

Anpassungspflicht bertifft alle Durchführungswege
Der Arbeitgeber ist nach § 16 BetrAVG verpflichtet, alle drei Jahre die laufenden Rentenzahlungen zu überprüfen und nach billigem Ermessen über eine Erhöhung zu entscheiden. Die Anpassungsprüfungs- und Entscheidungspflicht trifft ausschließlich den Arbeitgeber und zwar auch dann, wenn die Durchführung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) nicht über eine Pensionszusage, sondern über einen externen Durchführungsweg erfolgt. Bei der Anpassungsprüfungspflicht sind die Belange des Versorgungsempfängers sowie die wirtschaftliche Lage des Arbeitgebers zu beachten. Der Arbeitgeber muss somit prüfen, ob er die laufenden Rentenzahlungen der betrieblichen Altersversorgung an die Geldentwertung anpasst.

Unter laufenden Rentenzahlungen sind nicht nur Altersrentenzahlungen zu verstehen, sondern auch Hinterbliebenen- sowie Invaliditätsrenten. Auf Kapitalleistungen erstreckt sich die Anpassungsprüfungspflicht nicht.

Doch das aktuelle Urteil hat eine Vorgeschichte: ...

Die vollständigen Artikel "Immer wieder Ärger mit § 16 BetrAVG" lesen Sie in der aktuellen August-Ausgabe von Versicherungsmagazin. Hier geht es wahlweise zum Heftarchiv oder zur eMag-Ausgabe.

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PKV-Beiträge auf breiter Datenbasis unter der Lupe

Mo, 08/14/2017 - 07:45

Die Beitragsentwicklungen in der Privaten Krankenversicherung (PKV) und in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) liegen auf dem gleichen Niveau. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des unabhängigen privatwirtschaftlichen Forschungsinstituts IGES.

Für die Untersuchung "Beitragsentwicklung in der PKV" stützte das IGES sich auf die Datengrundlage der Debeka Krankenversicherung, die es ermöglichte, die individuelle Beitragsentwicklung von rund 716.000 PKV-Versicherten über einen Zeitraum von 20 Jahren (1995-2015) auszuwerten. Der Versicherer ist Marktführer im PKV-Markt.

Häufig Momentaufnahmen diskutiert
Die Erhöhung der Beitragseinnahmen je Versichertem in der GKV lag seit 1997 bei durchschnittlich 2,6 Prozent pro Jahr. Der gleiche Wert ergebe sich bei der Betrachtung der mittleren Beitragserhöhungen der PKV-Versicherten der Debeka, so die Studienmacher. Betrachte man die vergangenen zehn Jahre, lagen die Steigerungen der PKV-Versicherten sogar unter denen der GKV. Auch das Argument, die Beiträge würden im Alter stark steigen, lässt sich laut Studie nicht belegen. Im Durchschnitt seien die Beiträge der PKV-Versicherten im Alter nicht höher als die der 60jährigen Versicherten.

"Die bisherige öffentliche Diskussion über das Ausmaß von Beitragssteigerungen in der PKV stützt sich vor allem auf Momentaufnahmen einzelner Jahre oder oft nur auf Einzelfälle", sagt Dr. Martin Albrecht, Geschäftsführer des IGES Instituts und Leiter der Studie. Die Studie nehme die langfristige Beitragsentwicklung in den Blick und liefere erste Ansätze, um die gesundheitspolitische Diskussion zu objektivieren.

Außergewöhnliche Versicherungsverläufe führen zu extremen Beiträgen
Unter den Beihilfeversicherten im öffentlichen Dienst des Jahres 2015 zahlten laut der Untersuchung 98 Prozent einen Monatsbeitrag zwischen 100 Euro und 300 Euro. Unter den Arbeitnehmern und Selbstständigen zahlten knapp 90 Prozent zwischen 300 Euro und 600 Euro pro Monat. Zum Vergleich: In der GKV würden sie grundsätzlich den Höchstbeitrag zahlen, der 2015 bei 639 Euro lag. Unter den Arbeitnehmern und Selbstständigen der Studie zahlten 2015 lediglich rund 1,3 Prozent mehr als den GKV-Höchstbeitrag.

Bei einzelnen Versicherten traten aufgrund von außergewöhnlichen Versicherungsverläufen (etwa durch Verringerung oder Verlust eines Beihilfeanspruchs) extreme Beiträge auf. Umgekehrt führe zum Beispiel der Hinzugewinn eines Beihilfeanspruchs bei Eheschluss zu sehr niedrigen Beiträgen. Teilweise resultierten extrem niedrige Beiträge auch aus einem rudimentären PKV-Versicherungsschutz.

bAV: Deutsche hängen an Garantien

Mo, 08/14/2017 - 07:20

Deutsche Arbeitnehmer würden sich bei der Betriebsrente selbst dann für Garantien entscheiden, wenn es dadurch weniger Geld gibt. Lediglich 26 Prozent  sind bereit, für eine höhere Rente Risiken in Kauf zu nehmen. Das geht aus einer aktuellen repräsentativen Studie des Beratungsunternehmens Aon Hewitt hervor. In Zusammenarbeit mit dem Statistikportal Statista wurden 1.000 Arbeitnehmer befragt.

Je älter die Beschäftigten sind, desto konservativer sind auch ihre Anlagepräferenzen. Während bei Beschäftigten unter 25 Jahren 41 Prozent bereit sind, für höhere Renditen auf Garantien zu verzichten, bringen nur 22 Prozent der 55 bis 65-Jährigen diese Bereitschaft auf.  

(Kleine) Gewerbebetriebe noch besser schützen

Fr, 08/11/2017 - 09:30

Die vfm-Gruppe bietet bei ihrer Firmenpolice nun ein erweitertes Rundumschutz-Paket für Gewerbebetriebe an. Gemeinsam mit dem Versicherer AIG Europe Limited wurde ein modulares wie spartenübergreifendes Konzept für fast 1.000 Betriebsarten entwickelt. Dabei umfasst der insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen zugeschnittene Versicherungsschutz die Komponenten Betriebshaftpflicht, Sachversicherung für Inhalt und Gebäude sowie Werkverkehr (Autoinhalt).

Einbruch, Brand, Sturm, Vandalismus, Betriebsunterbrechung: Bekanntermaßen gibt es zahlreiche Risiken, von denen Unternehmen betroffen sein können. Infolgedessen geht ein möglicher Schadenfall zumeist mit hohem finanziellen Aufwand einher. Je nach Betriebsart bedarf es daher eines individuellen, flexiblen Rundum-Schutzes, um mögliche Folgen optimal abzufedern.

Besondere Leistungs- wie Deckungserweiterung des Gewerbeversicherungsschutzes
Um einen Mehrwert sowohl für Firmen als auch Kooperationspartner zu schaffen, entschied sich die Gruppe aus Pegnitz und Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit dem Versicherer AIG für eine besondere Leistungs- wie Deckungserweiterung ihres Gewerbeversicherungsschutzes. Nicht nur, dass die Zielgruppe der Firmenpolice von bislang 400 auf nunmehr annähernd 1.000 Betriebsarten ausgebaut wurde, auch innerhalb der Sparten Betriebshaftpflicht und Sachversicherung für Inhalt, wurde erstmalig die Gebäudeversicherung mit in die Konzeptlösung integriert.

Folglich lässt sich nach Überzeugung der Policen-Macher über ein modulares Bausteinprinzip der jeweilig gewünschte Versicherungsschutz auf den Punkt ermitteln wie zusammenstellen. Gleichfalls ermöglicht das Maklerverwaltungsprogramm Keasy – im Zusammenspiel mit dem Zeitsprung-Dokumentenservice und der Schnittstelle zum webbasierten vfm Partnershop – eine durchgängig medienbruchfreie Vorgangsbearbeitung.

Vollständiger Verzicht auf Anrechnung einer Unterversicherung
Außerdem weise die Firmenpolice besonders kundenfreundliche Klauseln hinsichtlich Obliegenheitsverletzungen und grober Fahrlässigkeit aus, ist der Anbieter überzeugt. Innerhalb der Sachversicherung für Inhalt und Gebäude werde ferner ein vollständiger Verzicht auf Anrechnung einer Unterversicherung gewährt.

Sollte wider Erwarten ein bereits bestehender Versicherungsschutz in einzelnen Punkten gar besseren Leistungsumfang als die neue Firmenpolice beinhalten, sorge eine mehrjährige Besitzstandswahrung innerhalb des neuen Angebots dafür, dass die Schadenabwicklung unter bestimmten Voraussetzungen nach dem bisherigen Leistungsumfang reguliert werde.

Schaden- und Unfallversicherer nehmen Cyber-Policen in den Fokus

Fr, 08/11/2017 - 07:20

Cyber-Versicherungen werden in der Schaden- und Unfallversicherer künftig verstärkt in den Fokus rücken, glauben die Experten der Ratingagentur Assekurata in ihrem "Marktausblick zur Versicherungswirtschaft 2017/2018".

Die Cyber-Versicherung steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Während US-amerikanische Unternehmen im vergangenen Jahr fast drei Milliarden US-Dollar für Cyber-Policen ausgegeben hätten, seien im deutschen Markt nur rund 100 Millionen US-Dollar ausgegeben worden, heißt es im Marktausblick des Analysehauses.

KMU unterschätzen ihr Risiko
Vor allem kleine und mittlere Unternehmen unterschätzten das Risiko Opfer einer Cyber-Attacke  zu werden, meinen die Experten. "Angesichts des hohen Nachholbedarfs des deutschen Mittelstands und der durch die jüngsten Attacken wie 'WannaCry' weiter gestiegenen Aufmerksamkeit  für die Cyberkriminalität bestehen  mittel- bis langfristig durchaus hohe Wachstumspotenziale im deutschen Markt."

Ob dabei Prognosen bestätigt würden, die die Cyber-Versicherung künftig als Sparte noch vor der Kfz-Versicherung sähen, sei allerdings fraglich sagt Dennis Wittkamp, Senior-Analyst bei Assekurata und Autor der Untersuchung. Dazu seien unter anderem weitere Produkt- und Prozessinnovationen sowie moderne Analysetechnologien nötig. Letztere seien notwendig, um das zu versichernde Risiko zu spezifizieren und verbesserte Cyber-Versicherungslösungen zu unterstützen, so Wittkamp.

Digitaler Ratgeber für Beamte im Beihilfe-Dschungel

Fr, 08/11/2017 - 07:00

Seit Dezember 2014 bietet die Internetadresse www.beihilferatgeber.de Beamten Hilfestellung, die im Regelwerk der Beihilfen Orientierung brauchen. Sie wurde von der Continentale Krankenversicherung a.G. erstellt.

Nach Angaben des Versicherers hat sich die Seite mittlerweile zur zentralen Anlaufstelle für Beihilfe-Fragen entwickelt: Durchschnittlich circa 70.000 Beamte und Anwärter, Referendare und Richter holten sich hier monatlich Rat.

Eine Million Nutzer seit 2014
Seit Bestehen besuchten mehr als eine Million Nutzer die Ratgeberseite. Dabei handelt es sich überwiegend um Beamtenanwärter und junge Beamte bis 34 Jahre. Für sie gibt es eigene Infobereiche, die auf sie als Laufbahn- und Beihilfe-Neueinsteiger zugeschnitten sind. Dort erhalten sich Informationen zum Antragsverfahren selbst, zum Beihilfeanspruch von Angehörigen, zur Restkostenversicherung sowie zur Zahnbehandlung und zur Heilfürsorge.

Dass Beamte Rat brauchen, verwundere nicht, denn die Kostenbeteiligung des Dienstherrn an den Krankheitskosten seiner Beamten ist ein komplexes Feld. Es gibt unterschiedliche Regelungen im Bund, in den Ländern und für die Vielzahl der kommunalen Beamten. Kaum einer weiß genau, was in seinem Fall gilt. Damit nicht genug, treten ständig neue Gesetze und Verordnungen in Kraft, und Gerichte sprechen Recht in strittigen Fragen. Vieles davon dringe kaum zu den Betroffenen vor, so der Versicherer.

Angebot laufend aktualisiert
"Aus dem Kontext von Beihilfe und Restkostenversicherung ergeben sich viele Fragen", erläutert Dr. Marcus Kremer, Vorstandsmitglied der Continentale Krankenversicherung a.G. Als serviceorientierter Krankenversicherer wolle man insbesondere junge Beamte und Anwärter mit ihren Fragen nicht allein lassen.

Die Inhalte des Ratgebers werden laufend aktualisiert, ein Newsbereich listet wesentliche Neuerungen auf.

 

Assekurata erwartet "Provisionsdeckel" in Leben

Do, 08/10/2017 - 09:44

Die Rating-Agentur Assekurata aus Köln sieht deutliche Anzeichen dafür, dass der Gesetzgeber 2018 wie in der Krankenversicherung einen "Provisionsdeckel" einführen könnte.

So schreiben die Analysten in ihrem "Marktausblick 2017/2018 zur deutschen Versicherungswirtschaft": "Sofern die Bafin ihre Position beibehält, ist eine Nachregulierung durch den Gesetzgeber wahrscheinlich, mutmaßlich in der Form, dass ähnlich wie in der Krankenversicherung ein Provisionsdeckel eingeführt wird." In Überlegung sei eine Maximalgrenze von 25 Promille, wie sie mit dem Lebensversicherungs-Reformgesetz (LVRG) bereits auf kalkulatorischer Ebene für die Anrechnung von Abschlusskosten eingeführt wurde. Weiterhin zahlt die Branche laut Assekurata rund sieben Milliarden Euro Abschlusskosten.

Neukalibrierung der ZZR gefordert
Der Druck auf die Branche eine solche Regelung als Kompromiss zu akzeptieren entsteht nach Einschätzung der Experten auch daraus, dass die Lebensversicherer unbedingt eine Reform der Regelungen beim Aufbau der Zinszusatzreserve (ZZR) benötigen. Gefordert werde das Zielniveau der ZZR insgesamt unverändert zu lassen, jedoch den Reserveaufbau über die Zeit gleichmäßiger zu verteilen und die Geschwindigkeit zu drosseln. Das sei unbedingt notwendig. Die Finanzierung der ZZR gehe nämlich zu Lasten von Verträgen jüngerer Rechnungszinsgenerationen, da die Überschussbeteiligung für diese Verträge geschwächt wird.

Assekurata: "Besonders ertragsbelastend dürften auf breiter Linie die Jahre 2017 bis 2021 werden, auch wenn die genaue Höhe bei einzelnen Anbietern stark von der individuellen Bestandsstruktur abhängt." Für eine solche Neukalibrierung der ZZR werde die Politik laut den Ratern aber eine Gegenleistung fordern. Daher würden die Abschlusskosten erneut in den Fokus rücken. Das passiert zudem schon deshalb, weil 2018 die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) das LVRG überprüfen und über dessen Umsetzung an den Bundestag berichten wird.

Betriebsrenten-Reform wohl eher "Rohrkrepierer"
In der Analyse zum Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) fragt sich die Assekurata, ob die Reform ein "Game Changer" oder "Rohrkrepierer" wird. Viele Argumente die das Analysehaus aufführt, scheinen aber für eine politischen Flopp zu sprechen. So könne sich die hohe arbeits-, steuer- und rentenrechtliche Komplexität der neuen Vorgaben zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) als Stolperstein für eine flächendeckende Verbreitung erweisen. Und die wäre notwendig, wenn kleine und mittlere Unternehmen wie von der Regierung geplant von der "Nahles-Rente" erreicht werden sollen.

Versicherer setzen stark auf Spezialfonds

Do, 08/10/2017 - 08:00

Stolze 79 Milliarden Euro hat die Fondsbranche im ersten Halbjahr 2017 einsammeln können. Eine wichtige Anlegergruppe dabei waren hier die Versicherungsunternehmen. Diese schwören vor allem auf offene Spezialfonds.

Der Anteil von Altersvorsorgeeinrichtungen am Spezialfondsvermögen ist in den vergangenen sieben Jahren von 15 Prozent auf 25 Prozent gestiegen. Sie führen wie schon
im Jahr 2016 in den ersten sechs Monaten dieses Jahres die Absatzliste mit Zuflüssen von 24,5 Milliarden Euro an. Versicherungsgesellschaften investierten im ersten Halbjahr 16,4 Milliarden Euro neue Gelder in Spezialfonds.

Kreditinstitute weit abgeschlagen hinter den Versicherern
Kreditinstitute waren im Vergleich mit nur 5,4 Milliarden Euro dabei. Ganz andere Sektoren wie private Organisationen ohne Erwerbszweck, dazu gehören zum Beispiel Kirchen und Vereine, investierten 2,2 Milliarden Euro. Auch sonstige Unternehmen und Einrichtigen wie Sozialversicherungsträger oder öffentliche Zusatzversorgungsanstalten setzen mit 2,7 Milliarden Euro auf Spezialfonds.

Betriebliche Altersversorgung: GKV-Forderungen bei privater Finanzierung

Do, 08/10/2017 - 07:20

Der Arbeitgeber schloss für seinen Arbeitnehmer eine Direktversicherung als betriebliche Altersversorgung (bAV) ab. Später wurde das Arbeitsverhältnis beendet, der Arbeitgeber übertrug den Vertrag auf seinen Arbeitsnehmer als neuen Versicherungsnehmer und dieser finanzierte den Vertrag aus privaten Mitteln.

Die gesetzliche Krankenkasse (GKV)  des Versicherungsnehmers forderte von ihm die vollen Kassenbeiträge, wie bei einer herkömmlichen arbeitgeberfinanzierten Direktversicherung.  Dies verstößt nach Ansicht des  Bundesverfassungsgerichts (BVerfG)  gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz.  Die Begründung: Wenn der Versicherungsnehmer  seine damalige bAV stillgelegt und einen gesonderten privaten Lebensversicherungs-Vertrag abgeschlossen hätte, wäre keine GKV-Beitragspflicht entstanden.

Das BVerfG lehnte die Beitragsforderung der GKV ab.

Den vollständigen Urteilstext (Nr. 2/32) können Sie bei der Versicherungs- und Rentenberatung Rudi & Susanne Lehnert abrufen - Telefon: 09 11/40 51 73 oder E-Mail: kanzlei@berater-lehnert.de

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