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Aktualisiert: vor 5 Minuten 13 Sekunden

Anbieter verzichten zunehmend auf Gesundheitsfragen

Mi, 06/06/2018 - 14:05

Wer seine Liebsten oder aber einen Hausbau absichern möchte, ist mit einer Risikolebensversicherung gut beraten. Eine Meinung, die wohl auch die meisten Verbraucherschützer so unterschreiben würden. Das Problem ist dabei allerdings: Nicht jeder, der eine Risikolebensversicherung abschließen möchte, kann dies auch tun.

Denn die Versicherer haben vor dem Abschluss einer Risikolebensversicherung eine Schranke gezogen, bestehend aus mehreren zu beantwortenden Gesundheitsfragen. Ein umfangreicher Fragenkatalog, vergleichbar mit dem bei BU-Versicherungen, soll dafür sorgen, dass allzu risikobelastete Kunden das Versicherungskollektiv nicht über Gebühr belasten. Sie bleiben im schlimmsten Fall ohne Versicherungsschutz, wenn es besser läuft können sie eine Risikolebensversicherung abschließen, müssen dabei aber Zuschläge und/oder Ausschlüsse in Kauf nehmen.

Die Gesundheitsfragen sind dabei nicht einheitlich festgelegt. Vielmehr entscheidet jeder Versicherer für sich, was und wie er seine potenziellen Kunden fragt. Hier ist in letzter Zeit eine für viele Kunden erfreuliche Entwicklung festzustellen – denn immer mehr Anbieter bieten eine Risikolebensversicherung mit vereinfachten Gesundheitsfragen an.

Diese sind allerdings an bestimmte Bedingungen geknüpft und meist für junge Leute interessant, die eine Baufinanzierung bzw. ein Hypothekendarlehen absichern möchten. So beträgt das Eintrittsalter für diese Angebote meist 45 Jahre, auch die Todesfallsumme ist begrenzt – allerdings gibt es hier große Unterschiede zwischen den Anbietern, in der Spitze wird eine Summe von bis zu 400.000 Euro angeboten. Wichtig ist in der Regel auch, dass der Abschluss des Darlehensvertrages nicht allzu weit in der Vergangenheit liegt.

Kommen die allgemeinen Bedingungen in Frage, gilt es einen Blick auf die vereinfachten Gesundheitsfragen zu schauen, um auch hier böse Überraschungen zu vermeiden. So ist es beispielsweise wichtig, dass die Fragen geschlossen formuliert sind. Beispiel: „Sind in den letzten zwei Jahren folgende Erkrankungen (...) aufgetreten“. Dies ist eine Formulierung, die den Zeitraum klar abgrenzt, der für die Versicherung interessant ist und dem Kunden wesentlich mehr Sicherheit gibt als beispielsweise unbestimmte Formulierungen wie „in der Vergangenheit“. Wer sich bei der Beantwortung der Gesundheitsfragen Unsicherheit verspürt, sollte sich beim Arzt seine Krankenakte besorgen. Auch kann eine Risikovoranfrage bei verschiedenen Anbietern ein geeignetes Mittel sein.

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So, 04/22/2018 - 23:15

Stiftung Warentest hat die Zahnzusatzversicherung der Deutschen Familienversicherung zum TESTSIEGER gekürt: Der DFV-ZahnSchutz Exklusiv 100 wurde unter 220 Angeboten erneut mit der absoluten Bestnote 0,5 (Test 05/2018) bewertet. Setzen Sie jetzt auf den Testsieger!

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Solvency II: Massive Erhöhung der Eigenmittelanforderungen befürchtet

Fr, 04/20/2018 - 14:50

In Zeiten von „Crash-Prognosen“ für die Lebensversicherung liegt ein besonderes Augenmerk auf der finanziellen Stabilität der Unternehmen. Große Bedeutung genießen in dieser Hinsicht die Solvenzquoten nach Solvency II – auch wenn deren Vergleichbarkeit seit ihrer ersten Veröffentlichung im vergangenen Jahr für Kontroversen in der Branche gesorgt haben.

Wie der GDV nun mitteilt, hat sich die finanzielle Stabilität der deutschen Lebensversicherer zuletzt konstant verbessert. Für das vierte Quartal 2017 hat der Gesamtverband für 56 seiner Mitgliedsunternehmen mit 90 Prozent Marktanteil eine durchschnittliche SCR-Quote von 383 Prozent errechnet und geht davon aus, dass dieser Wert auch recht genau die Quote zum Ende des Jahres 2017 beschreiben müsste.

Deutschland stark im europäischen Vergleich

Im Vergleich zum Jahresende 2016 steht somit eine Steigerung der durchschnittlichen LV-Solvenzquote um 39 Prozentpunkte. Dabei sind Übergangsmaßnahmen der Unternehmen, durch die sich die Quote erhöht, eingeschlossen. Ohne diese, aber laut GDV-Grafik anscheinend inklusive der Volatilitätsanpassungen, liegt die durchschnittliche Solvenzquote der Lebensversicherer bei 250 Prozent. Die tatsächlichen Netto-Quoten – also ohne Übergangsmaßnahmen und Volatilitätsanpassungen – aller 84 Lebensversicherer zum 22. Mai 2017 (Datum der ersten Pflichtveröffentlichung) finden Sie hier.

Auch für 86 Schaden-/Unfall-Versicherer mit einem Marktanteil von 78 Prozent nennt der GDV Zahlen. Deren durchschnittliche Solvenzquote lag im vierten Quartal 2017 bei 287 Prozent. Zum Jahresende 2016 waren es 286 Prozent gewesen.

Im europäischen Vergleich stehen die deutschen Versicherer spartenübergreifend sehr gut da. Die europaweite durchschnittliche Bedeckungsquote (wird unter Berücksichtigung der sogenannten Long-Term-Guarantee-Maßnahmen, kurz LTG, berechnet) liegt bei 229 Prozent, in Deutschland sind es 331 Prozent. Ohne die LTG-Maßnahmen sind es 271 Prozent gegenüber europaweit 184 Prozent.

Seite 1: LV-Solvenzquoten steigen
Seite 2: Noch höhere Rücklagen „schwer begründbar“

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Der GDV teilt außerdem mit, dass die bis 2021 laufenden Review-Prozesse zu Solvency II einige Regelveränderungen bringen könnten, die erheblichen Einfluss auf die Solvenzquoten haben würden. Dabei geht es vor allem um mögliche Änderungen der komplexen Hochrechnungen zu Zinsrisiko, Zinsstrukturkurve und Zinsannahme.

Von Seiten des Verbands heißt es dazu: „Aus Sicht der Branche besteht die Gefahr, dass veränderte, ökonomisch schwer begründbare Modell- und Risikoannahmen die Eigenmittelanforderungen massiv erhöhen.“ Im procontra-Interview hatte beispielsweise Dr. Armin Zitzmann, Vorstandsvorsitzender der Nürnberger Versicherungsgruppe, Änderungspläne an Solvency II als „höchst kontraproduktiv“ bezeichnet.

Aus GDV-Sicht gehören vielmehr die Anforderungen an die Geschäftsorganisation sowie Transparenz- und Berichtspflichten der Unternehmen auf den Prüfstand. Die extrem detaillierten und zum Teil äußerst bürokratischen Anforderungen insbesondere im Bereich Geschäftsorganisation würden kaum Spielraum für unternehmensindividuelle Lösungen lassen. Beispielsweise umfassen die Anforderungen für einen SFCR-Bericht (Solvabilitätsbericht für die Öffentlichkeit) 252 Seiten. Der GDV empfiehlt: „Das Regelwerk sollte überprüft und Vorgaben gestrichen werden, die nachweislich keinen Erkenntniswert für Aufsicht und Unternehmen haben.“

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Drei Jahre "digitaler Angriff": Wie sich Clark transformiert

Fr, 04/20/2018 - 14:35

Im Sommer 2015 gab es für viele Versicherungsvermittler kein heißeres Thema Clark, Getsafe oder Knip, die sich anschickten, den Vertrieb von Versicherungsprodukten zu revolutionieren. procontra schrieb damals vom "digitalen Angriff auf den Makler" und auf der DKM 2015 wurden Makler um ihre Einschätzung der Bedrohung durch FinTechs gebeten.

Zwei Jahre später, 2017, hieß es vom Unternehmen, dass die App etwa 500.000 Mal heruntergeladen worden sei. Einen Rückschluss auf die tatsächlichen Anwender und aktiven Nutzer ließ diese Angabe allerdings nicht zu. Im April 2017 meldete Clark schließlich eine künftige Kooperation mit ING-DiBa, Deutschlands größter Direktbank. Für den Onlinemakler, der aus dem Hause Finleap stammt, bot sich damit die Möglichkeit, den eigenen Service den ING-DiBa-Kunden anzubieten.

Kooperation statt Konfrontation

Kooperation war auch im Oktober 2017 das Schlagwort als Friday, Bonify, Knip, Clark und Friendsurance verkündeten, künftig gemeinsam weitere Marktanteile hinzugewinnen zu wollen.
Dieses Zusammen war auch einem verschärften Wettbewerb geschuldet. Die Versicherer zogen inzwischen mit eigenen Start-Up-Ausgründungen nach und engagierten sich in InsurHubs/InsurLabs.

Das Jahr 2018 begann für Clark - in Schlagzeilen gemessen - negativ. Der Onlinemakler verwendete unzulässige Klauseln und wurde von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg erfolgreich abgemahnt. Ein Rückschlag für das ambitionierte Unternehmen, könnte man meinen. Doch Clark hat sich wieder ein Stück neuerfunden bleibt aber der eigenen Rhetorik treu: "Wir wollen zur zentralen Plattform für Versicherungen in Europa werden", lässt sich Dr. Christopher Oster, CEO von Clark, in einer Meldung zitieren.
Möglich werden soll das durch eine Whitelabel-Version der Clark-App und -Webseite, die das Unternehmen Versicherern und Banken nun anbietet. "Unser Ziel ist es, dass bis Ende 2019 über eine Milliarde Euro Vertragsvolumen über unsere digitale Versicherungsplattform gemanagt werden", so Oster im gewohnten Thinkbig-Style der Startup-Szene.

Krankenversicherung: Bei diesen Anbietern sind die Kunden am zufriedensten

Fr, 04/20/2018 - 13:12

Privatversicherte sind fühlen sich im Großen und Ganzen wohl mit ihrem Krankenversicherer Rund 85 Prozent der Versicherten äußerten, zufrieden bzw. sogar sehr zufrieden mit ihrem privaten Anbieter zu sein. Dies ist ein Ergebnis des neuen Versichertenbarometers der Kasseler Management + Marketing Consulting GmbH, der TU Dresden sowie der Berliner USUMA GmbH. Insgesamt über 1.000 gesetzlich sowie privat Versicherte ab 18 Jahren wurden hierbei aufgefordert, ihre Zufriedenheit bzw. Unzufriedenheit mit ihrer jeweiligen Krankenkasse bzw. Krankenversicherung zum Ausdruck zu bringen.

Dabei zeigte sich, dass ein Großteil aller Versicherten – unabhängig davon ob gesetzlich oder privat – zufrieden ist. In puncto Zufriedenheit wurde bei jedem Anbieter ein Zufriedenheits-Mittelwert um die 80 Punkte (Skala von 0 (sehr unzufrieden) und 100 (sehr zufrieden)) ermittelt. Mit einem Wert von 78 liegen die privaten Krankenversicherten hier auf einem vorletzten Platz – der Abstand zum Mittelwert der IKK, die mit einem Wert von 84 am besten bewertet wurde, ist allerdings gering.  

Dementsprechend niedrig fällt auch das Wechselbedürfnis der meisten Befragten aus. Ganze 91 Prozent stimmten auf die Frage, ob sie weiterhin bei ihrem jetzigen Anbieter bleiben wollen würden, zu bzw. völlig zu – bei der privaten Krankenversicherung stimmten hier 87 Prozent der Befragten zu. Am zufriedensten scheinen jedoch die Versicherten der Techniker Krankenkasse zu sein, bei der 97 Prozent die Fragen bejahten, ob sie weiterhin bei ihrem jetzigen Anbieter versichert bleiben. Ergänzend hierzu gaben 94 Prozent der Befragten an, bei nächster Gelegenheit nicht ihre Versicherung wechseln zu wollen. Bei Versicherten privater Anbieter sagten 91 Prozent, dass ein Wechsel bei nächster Gelegenheit für sie nicht in Frage komme.  

Skepsis bei Zusatzversicherungen

Wesentlich skeptischer reagierten die Versicherten allerdings auf die Frage, ob sie eine Zusatzversicherung auch bei ihrem jetzigen Anbieter abschließen würden. Hier fielen bei allen Anbietern die Zustimmungswerte wesentlich niedriger aus, als noch bei der Frage nach der Zufriedenheit. Bei den privat Versicherten erklärten nur 69 Prozent, eine zusätzliche Versicherung vorzugsweise bei ihrem jetzigen Anbieter abschließen zu wollen.  

Beim Vergleich zwischen privat und gesetzlich Versicherten fällt auf, dass beide Parteien ihre jeweiligen Versicherer bzw. Kassen als äußerst zuverlässig bewerten. Auch Freundlichkeit, Kompetenz und gute Erreichbarkeit attestieren sowohl privat als auch gesetzlich Krankenversicherte ihren jeweiligen Anbietern.   Private Krankenversicherungen werden jedoch von ihren Kunden weitaus seltener als persönlich sowie günstig wahrgenommen, wie ihre gesetzlichen Konterparts. So sagten nur 63,9 Prozent der privat Versicherten, dass ihre Versicherung persönlich agiere (zum Vergleich: GKV: 79,3).  

Als günstig bewerteten nur 49,3 Prozent der Befragten ihre private Krankenversicherung. Dem stehen 63,9 Prozent entgegen, die ihre gesetzliche Krankenversicherung als kostengünstig bewerteten. Die privaten Anbieter punkten dafür mit der Leistungsstärke ihrer Angebote: 87,3 der PKV-Versicherten bewerteten ihre Versicherung als leistungsstark, bei den GKV-Versicherten waren es nur 84 Prozent.

DSGVO: Petition will Abmahnmissbrauch einschränken

Fr, 04/20/2018 - 11:44

Versicherungsvermittler kennen den Begriff "Abmahnwelle" aus verschiedenen Zusammenhängen. Zuletzt sorgte der Rechtsstreit zwischen Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) und Check24 für bundesweite Schlagzeilen. Vermittler änderten auf ihren Webseiten die Darstellung der Erstinformation, um Abmahnungen vorzubeugen. Zu den bisherigen Fallstricken kommen durch die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nicht wenige hinzu.

Besonders die drohenden Bußgelder bereiten vielen Gewerbetreibenden Sorgen. Eine Petition fordert deshalb eine "Reform des wettbewerbsrechtlichen Abmahnwesens". Im Text der Petition heißt es, die derzeitigen rechtlichen Rahmenbedingungen würden den missbräuchlichen Einsatz von Abmahnungen aus Gewinninteresse durch Abmahnvereine und spezialisierte Rechtsanwälte begünstigen.

Weiter heißt es, dass Unternehmen wegen oft geringer Formfehler auf ihren Webseiten abgemahnt würden und insbesondere Kleinunternehmer und Existenzgründer die finanziellen und personellen Ressourcen für einen Rechtsstreit nicht aufbringen könnten. Häufig würden deshalb Abmahngebühren gezahlt und lebenslang gültige Unterlassungserklärungen unterzeichnet. Im Wiederholungsfall werden dann Vertragsstrafen im vier- bis fünfstelligen Bereich fällig. "Aufgrund der Vielzahl der einzuhaltenden Formvorschriften und Informationspflichten, sowie weit gefasster Unterlassungserklärungen, ist die Wiederholungsgefahr auch bei ernsthaftem Bemühen um Rechtskonformität groß", heißt es in der Petition.

Die Petition will den Gesetzgeber dazu bewegen, Änderungen umzusetzen, die der Deutsche Industrie und Handelskammertag (DIHK) im Sommer 2017 vorgeschlagen hat. Der DIHK fordert in seinem Positionspapier u.a. eine Verschärfung der Anforderungen an Abmahn- und Klagebefugnis von Vereinen und Mitbewerbern (Aktivlegitimation) sowie verfahresrechtliche Änderungen, die ein Kräftegleichgewicht zwischen den Parteien ermöglichen sollen. Zudem sollen finanzielle Anreize, das Abmahnwesen als Geschäftsmodell aus reinem Gewinninteresse zu betreiben, reduziert werden.
Die Petition kann noch bis zum 24. April 2018 unterstützt werden.

Courtageplus: Wie Servicegebühren zum Rettungsanker werden

Fr, 04/20/2018 - 09:48

Für einen Juristen sind die an Makler gerichteten Worte eindeutig: „Lassen Sie sich mehr Services vergüten. Seien Sie frei in der Gestaltung, wann Sie wofür Geld beim Kunden nehmen. Sie dürfen Dienstleistungen an Verbraucher verkaufen, wenn jene nichts mit der Vermittlung zu tun haben. Für die Vermittlung bekommen Sie Courtage. Für den Service können Sie eine Gebühr verlangen. Nach oben gibt es kaum Deckelungen, es sei denn, Ihre Forderung ist Wucher.“

Leistung muss sich lohnen

Mit diesen Sätzen will Stephan Michaelis, Fachanwalt für Versicherungs-, Handels- und Gewerberecht bei der Kanzlei Michaelis, Makler aufrütteln. Sie sollten ihren Kunden klarmachen, dass Leistung ihren Preis hat. Bisher gingen die meisten Klienten davon aus, dass zahlreiche Services, die der Makler für sie erledigt, kostenlos seien. Tatsächlich aber entstehe dem Makler ein Aufwand, der vergütet werden müsse. Es müssten aber rechtliche Fallstricke beachtet werden, sonst könne ein Makler Probleme bekommen. Wichtig sei, die Leistungen genau zu definieren. Ein Vertrag mit präzisen Klauseln sei ein Muss. Das Recht auf Widerruf und die Belehrung dürften nicht vergessen werden. Und mit dem eigenen Vermögensschadens-Haftpflichtversicherer müsse der Makler klären, ob für die Services ausreichend Deckung vorhanden ist. Kurz: Alles muss rechtssicher sein.

Hier bringt Michaelis sich als Rechtsbeistand selber ins Spiel. Das ist legitim. Auch andere Anwälte positionieren sich derzeit bei diesem Makler-Thema – schließlich geraten die Provisionseinnahmen zunehmend unter Druck. In der Folge begeben sich immer mehr Makler auf die Suche nach neuen Einnahmequellen. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Durch Servicegebühren können Makler ihren Umsatz deutlich steigern. Experten schätzen das Steigerungspotenzial auf bis zu 20 Prozent. Damit könnten Courtageeinbußen mehr als nur kompensiert werden.

Angesichts der Rechtslage sind die meisten Makler sehr zögerlich. Michael A. Hillenbrand, Vorstand der Deutschen Verrechnungsstelle für Versicherungs- und Finanzdienstleistungen, erklärt dies so: „Was sie hemmt, sind die eigenen Gedanken: ‚Man kann doch nicht …‘“ Das hätten sie sich von den Versicherern einreden lassen. „Fakt ist, dass die Kunden bereit sind, für jede Art von Tätigkeit eine Vergütung zu zahlen.“ Indes müssten sie im Gegenzug ihre Vorteile erkennen. Daher plädiert auch Michaelis dafür, alles genau zu erklären und den Mehrwert für Kunden zu betonen.

Vorreiter im Kampf für die Freiheit der Makler ist Prof. Hans-Peter Schwintowski von der Berliner Humboldt-Universität. In der Vergangenheit ist er mit seinen Thesen oft angeeckt – aber wohl nur, weil Makler ihn nicht richtig verstanden haben. Frühzeitig hat der Wissenschaftler zum Beispiel begründet, weshalb auch sie Nettopolicen vermitteln dürfen. Sein stärkstes Argument ist die im Grundgesetz verankerte Gewerbefreiheit.

Auch jetzt bestätigt er auf Anfrage: „Selbstverständlich ist der Makler frei, Servicegebühren für alle Leistungen mit dem Kunden zu vereinbaren, die von seiner Beratungs- und Vermittlungsleistung nicht erfasst sind.“ Wenn er zum Beispiel für einen Kunden den günstigsten Stromanbieter heraussucht oder ihm ein Konzept für einen Alterswohnsitz entwickelt, „dann sind das Serviceleistungen, die mit der Vermittlung und Beratung einer Versicherung nichts zu tun haben – insoweit ist der Makler in der Vereinbarung eines Honorars völlig frei.“

Seite 1: Courtageverluste mehr als nur kompensierbar
Seite 2: Vergütung am besten pauschal

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Schwintowski lenkt den Blick auf die Regeln zur Umsetzung der EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD. „Demnach können Makler Provisionen vom Versicherer und daneben Honorar vom Kunden nehmen. Sie müssen nur offenlegen, wie hoch die Entgelte in Euro und Cent sind.“ Bei gewerblichen Kunden genießen Makler diese Freiheiten ohnehin. So richtig bewusst geworden sind vielen Maklern die Spielräume aber erst, als wegen IDD zwischenzeitlich ein Honorarverbot im Raum stand. Zuvor waren Honorare Teufelszeug; jetzt sind Servicegebühren der Rettungsanker.  

Welche Services Makler gegen Geld anbieten dürfen, erklärt Michaelis: „Ausgangspunkt ist immer die Überlegung: Hängt die Dienstleistung mit der Vermittlung zusammen oder nicht?“ Ist das nicht der Fall, könnten Makler sich ein zweites Standbein neben der Courtage aufbauen. Der Anwalt nennt zwei Beispiele: Die Einrichtung eines digitalen Fotoarchivs für Klienten. Kunden machen Bilder von ihren Wertsachen daheim und lagern die Dokumente auf dem Rechner des Maklers. Im Schadensfall kann ein Versicherer dann nicht mehr wirksam behaupten, dass zum Beispiel ein Schmuckstück nicht existiert hat.

Oder: Ein Makler hat neben einer Kfz-Zulassungsstelle sein Büro. Er vermittelte Kfz-Policen, Fahrerschutz und so weiter. Im Rahmen einer ganzheitlichen Betreuung bietet der seinen Kunden zudem an, ihr Auto abzuholen, zuzulassen, die Kennzeichen zu montieren und das Auto vollgetankt wieder vor die Haustür zu stellen.

Vergütung am besten pauschal

Solche Services sollten Makler sich pauschal bezahlen lassen, meint Michaelis. Das sieht Hillenbrand ebenso: „Vergütungen sollten möglichst von Produkten abgekoppelt werden.“ Gefordert werden könnten zum Beispiel eine Betreuungspauschale von 20 Euro im Monat, eine Beratungspauschale oder eine Servicegebühr von 1,5 Prozent des Haushaltseinkommens des Kunden. Wenn ausreichend viele Klienten das zusätzliche Angebot nutzen, lohnt sich das für Makler. Sie müssen sich nur trauen.

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Handelsvertreter gekündigt: Schadenersatz auch in der Probezeit?

Do, 04/19/2018 - 13:59

Gemäß der EU-Richtlinie 86/653/EWG haben Handelsvertreter nach Beendigung des Handelsvertretervertrags unter bestimmten Bedingungen Anspruch auf einen Ausgleich bzw. Entschädigung. Doch besteht dieser Ausgleichsanspruch auch dann, wenn der Vertrag noch in der Probezeit beendet wird? Mit dieser Frage hatte sich nun der Europäische Gerichtshof zu beschäftigen (C-645/16).  

Im konkreten Fall ging es um eine Gesellschaft (CMR), die für eine andere Gesellschaft (DTT) Einfamilienhäuser verkaufen sollte – 25 Stück im Jahr. Im Vertrag war eine Probezeit von zwölf Monaten vorgesehen, innerhalb derer jede Partei das Recht hatte, ihn mit einer bestimmten Frist zu kündigen. Nach einem halben Jahr kündigte DTT den Handelsvertretervertrag – schließlich habe diese innerhalb von fünf Monaten gerade einmal ein Haus verkauft und damit das vertraglich vereinbarte Ziel nicht erreicht.  

CMR, also der Handelsvertreter, verlangte hierauf eine Ausgleichszahlung. So verliere er zum einen Provisionsansprüche, zum anderen könne er durch die Kündigung Kosten nicht amortisieren, die er in Ausführung des Vertrags auf Empfehlung des Unternehmers gemacht habe. Dieser lehnte ab, so dass der Fall letztlich auch vor dem Europäischen Gerichtshof (EGH) landete.  

Das Urteil  

Der EGH stellte fest, dass die entsprechende EU-Richtlinie das Ziel verfolge, den Handelsvertreter für die ihm erbrachten Leistungen, aus denen der Unternehmer auch nach Vertragsende Vorteile ziehe, bzw. für entstandene Kosten entschädigen solle. Dies dürfe dem Handelsvertreter nicht versagt werden, nur weil das Vertragsende in der Probezeit stattfindet. Der Anspruch auf Ausgleich bzw. Schadenersatz bestehe also auch in der Probezeit, so der EuGH.

Wie die Deutschen ihre Milliarden vernichten

Do, 04/19/2018 - 11:45

Die privaten deutschen Haushalte werden immer reicher. Ihr Vermögen belief sich zum Jahresende 2017 auf 5.857 Milliarden Euro. Das bedeutet einen Anstieg gegenüber dem Jahr 2016 um knapp 5 Prozent, wie die Deutsche Bundesbank in einer statistischen Erhebung mitteilt. Ihrer Analyse nach hielt dabei „die Präferenz der privaten Haushalte für liquide oder als risikoarm empfundene Anlagen weiter an“.

Dass die Bundesbürger ihr Geld gerne sicher aufgehoben wissen, zeigt auch eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Kantar TNS im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen (VPB). Die meisten der über 2.000 befragten Bundesbürger ab 14 Jahren benannten das Girokonto als ihre liebste Form der Geldanlage (42 Prozent). Den einen Prozentpunkt, den das Girokonto hinzugewann, verlor das Sparbuch gegenüber dem Vorjahr und liegt damit nur noch auf Rang zwei (41 Prozent). Die weiteren Plätze:

  • Bausparvertrag (29 Prozent; Vorjahr: 34 Prozent)          
  • Renten- und Kapitallebensversicherungen (29 Prozent; Vorjahr: 32 Prozent)         
  • Tagesgeld/Festgeld/Termingeld (23 Prozent; unverändert)         
  • Immobilien (23 Prozent; Vorjahr: 26 Prozent)        
  • Investmentfonds (21 Prozent; Vorjahr: 20 Prozent)          
  • Riester-Rente (19 Prozent; Vorjahr: 20 Prozent)          
  • Aktien (13 Prozent; Vorjahr: 15 Prozent)          
  • Festverzinsliche Wertpapiere (6 Prozent; unverändert)

Eine Auswertung der comdirect Bank hatte kürzlich ergeben, dass die Liebe der Deutschen zu meist schlecht verzinsten Geldanlagen jeden Bundesbürger allein im ersten Quartal 2018 durch die Inflation 86 Euro gekostet hat (insgesamt 7,1 Milliarden Euro). Auch andere Studien haben bereits auf den Geldverlust durch Sicherheitswahn hingewiesen.

Kein Geld für die Zukunft?

Diese Entwicklung dürfte noch befeuern, dass die Deutschen wieder hauptsächlich für den Konsum und langfristige Anschaffungen sparen (60 Prozent; Mehrfachnennungen möglich), für die vor allem Liquidität wichtig ist. Das geht aus der Frühjahrsumfrage hervor, die unter identischen Bedingungen ebenfalls von Kantar TNS und VPB durchgeführt wurde. Gegenüber der Erhebung im Herbst 2017 konnte das Sparmotiv Konsum damit 9 Prozentpunkte zulegen.

Auf Platz zwei verdrängt hat es damit das Sparmotiv Altersvorsorge (unverändert 51 Prozent). Es folgen:

  • Wohneigentum (37 Prozent; zuvor 41 Prozent)          
  • Kapitalanlage (26 Prozent; zuvor 24 Prozent)          
  • Notgroschen (unverändert 5 Prozent)           
  • Ausbildung der Kinder (2 Prozent; zuvor 3 Prozent)

Provisionsdeckel: Courtageverluste bis knapp 50 Prozent möglich

Do, 04/19/2018 - 11:45

Der von BaFin-Exekutivdirektor Frank Grund geäußerte Vorschlag, die Abschlussprovisionen bei Lebensversicherungen auf 25 Promille zu beschränken (weitere 15 Promille können durch die Erfüllung bestimmter Qualitätskriterien hinzukommen), schlägt weiter hohe Wellen.  

Dass von Seiten der Vermittler der Gegenwind für die BaFin heftig ausfällt, war angesichts der drohenden Verdienstverluste zu erwarten gewesen. Denn diese könnten deutlich ausfallen, wenn man einer Berechnung der Unternehmensberatung ZEB glaubt, über die das Handelsblatt berichtete. Dieser zufolge drohen Vermittlern bei einer Deckelung der Abschlussprovisionen auf 25 Promille Einbußen bei den Abschlussprovisionen in Höhe von 45,7 Prozent.  

Für Makler, deren Geschäft zu einem hohen Anteil von Lebensversicherungsabschlusscourtagen abhängig sei, würde dies bedeuten, dass sie ihre Arbeit nicht mehr kostendeckend durchführen könnten – die Geschäftsaufgabe wäre somit die logische Konsequenz. Eine Einschätzung, die auch von zahlreichen Marktteilnehmern zuletzt geteilt wurde. Gegenüber procontra hatte Sebastian Grabmaier, Chef des Maklerpools JDC, davor gewarnt, dass der Maklermarkt hart getroffen werden könnte. Noch deutlicher wurde Oliver Pradetto, Chef des Lübecker Maklerpools blau direkt, der gar einen Rückgang der Maklerzahlen um 30 Prozent in nur drei Jahren prophezeite.  

Die von ZEB präsentierte Rechnung gibt diesen Einschätzungen nun einen zahlentechnischen Unterbau. Abgemildert werden könnten die Folgen jedoch durch die Versicherer. „Dies gelingt allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Versicherer ihre Bestandscourtage deutlich erhöhen und die Makler eine niedrige Stornoquote haben“, zitiert das Handelsblatt aus der ZEB-Rechnung.  

Auch BVK-Präsident Michael Heinz sieht in erster Linie die Versicherer in der Pflicht. „Wir Vermittler haben unsere Hausaufgaben gemacht“, erklärte Heinz gegenüber procontra im Hinblick auf bereits erfolgte deutliche Provisionseinbußen seit Einführung des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG).  

Seite 1: ZEB berechnet deutliche Courtageverluste
Seite 2: Versicherungsvorstände sehen Beratung nicht honoriert

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Ein Versicherer meldete sich nun ebenfalls zum Thema zu Wort. In einer gemeinsamen Stellungnahme erklärten Dr. Herbert Schneidemann, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen sowie deren Vorstandsmitglied Martin Gräfer, ihre Ablehnung gegenüber der Einführung eines Provisionsdeckels. Ein solcher würde einen „unnötigen weiteren staatlichen Eingriff in die private Wirtschaft und in die gesetzlich garantierte Gewerbefreiheit“ darstellen.  

Eindringlich ermahnen die beiden Versicherungsvorstände, dass die geforderte Verbesserung der Beratungsqualität auch honoriert werden müsse: „Gute Beratung kostet Geld und ist nicht zum Nulltarif zu haben.“ Die Versicherungsbranche bilde hier keine Ausnahme – versteckte Provisionen gebe es auch in anderen Branchen, wo Beratung honoriert werde, beispielsweise in Reisebüros, beim Immobilienmakler oder beim Kauf eines Neuwagens.  

Provisionen bildeten eine wichtige Einnahmequelle für Versicherungsvermittler, führen Schneidemann und Gräfer weiter aus und verweisen dann ebenfalls auf vergangene Provisionskürzungen: „Und allein in den letzten drei Jahren wurde die Höhe des Provisionswertes durch den Eingriff der Regulierung stark reduziert, während gleichzeitig der Aufwand für qualifizierte Beratung erheblich gestiegen ist. Wer solche Forderungen nach Kürzungen von Provisionen aufstellt, sollte sich selbst fragen, ob man selbst auf einen derartigen Gehaltsverzicht bereit wäre.“

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bAV: Das sind die besten Direktversicherungen

Do, 04/19/2018 - 09:14

Das zu Beginn des Jahres in Kraft getretene Betriebsrentenstärkungsgesetz hat nicht nur Neuerungen wie das Sozialpartnermodell mit sich gebracht, sondern auch Auswirkungen auf die „alte Welt“ der bAV – beispielsweise einen Pflicht-Arbeitgeberzuschuss zur Entgeldumwandlung in Höhe von 15 Prozent ab 2019.

„Alles in allem ist das Betriebsrentenstärkungsgesetz gelungen und wird die bAV wieder richtig attraktiv machen“, zeigt sich Professor Dr. Thomas Dommermuth, Beiratsvorsitzender des Instituts für Vorsorge- und Finanzplanung (IVFP), überzeugt. Allerdings gelte es, an der einen oder anderen Stelle nachzubessern – beispielsweise, indem ein gesetzlichen Opting-Out für alle Unternehmen eingeführt wird.  

Um Verbrauchern sowie Vermittlern beim Thema bAV zur Seite zu stehen, hat das IVFP erneut (zum insgesamt 8. Mal) die sich auf dem Markt befindenden Direktversicherungen untersucht. Insgesamt 93 Tarife von 48 Anbietern wurden geprüft, der Kriterienkatalog umfasste dabei 80 Punkte, aufgegliedert in die vier Teilbereiche Unternehmensqualität, Rendite, Flexibilität sowie Transparenz und Service.  

Untersucht wurden dabei Produkte aus der Kategorien:  

  • Klassisch mit beitragsorientierter Leistungszusage (BoLz)

  • Klassik Plus mit BoLz

  • Fondsgebunden mit BoLz

  • Fondsgebunden mit Beitragszusage mit Mindestleistung

  • Indexpolicen

  • Comfort

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Seite 2: Die stärksten Tarife
Seite 3: Die stärksten Tarife II

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Klassisch mit beitragsorientierter Leistungszusage:

 

UnternehmenTarifGesamtnoteEuropaBetriebliche Rentenversicherung - Direktversicherung1,3ContinentaleRente Classic - Direktversicherung1,3R+VDirektversicherung1,4HannoverscheBausteinrente1,4StuttgarterDirektRente classic1,5die BayerischePrivatrente Flexibel1,5

Insgesamt 15 Unternehmen konnten dabei eine Benotung mit einer eins vor dem Komma erzielen. Weitere neun Gesellschaften folgen, bei denen die Benotung zwischen 2,0 und 3,4 liegt.

Klassik Plus BoLz

 

UnternehmenTarifNoteAllianzAllianz Direktversicherung Perspektive1,0ContinentaleRente Classic Pro - Direktversicherung1,4Provinzial NordWestFirmen KlassikRente1,4Alte LeipzigerAL-Rente KlassikPur1,4Bayern-VersicherungFirmenRente Garant1,5

In dieser Produktkategorie schnitten die untersuchten Unternehmen allesamt gut ab. Alle neun untersuchten Produkte erzielten eine Bewertung mit einer eins vor dem Komma.

Fondsgebunden BzMI

 

UnternehmenTarifGesamtnoteAllianzAllianz Direktversicherung InvestFlex1,0StuttgarterDirektRente performance-safe1,3Alte LeipzigerAlfonds bAV1,4die BayerischeGarantierente Zukunft1,5Continentale Rente Garant - Direktversicherung1,5

Insgesamt acht Unternehmen wurden hier mit einer eins vor dem Komma bewertet. Fünf weitere Geschellschaften folgen mit Bewertungen zwischen 2,0 und 2,7.

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Fondsgebunden BoLz

 

UnternehmenTarifGesamtnoteAllianzAllianz Direktversicherung InvestFlex1,0StuttgarterDirektRente performance-safe1,3WürttembergischeGenius Direktversicherung1,4Alte Leipziger ALfonds bAV1,4LV 1871Performer Flex1,4

Insgesamt 14 Unternehmen bekamen eine Eins vor dem Komma verliehen, neun weitere Gesellschaften mussten sich indes mit Noten zwischen 2,0 und 2,9 zufrieden geben.

Indexpolicen

 

UnternehmenTarifGesamtnoteAllianzAllianz Direktversicherung IndexSelect (Plus)1,1StuttgarterDirektRente index-safe1,3NürnbergerNürnberger Betriebliche DAX-Rente1,3AxaRelax bAVRente Classic1,4WürttembergischeDirektversicherung IndexClever1,4

Alle zehn untersuchten Gesellschaften erhielten eine Bewertung mit einer eins vor dem Komma.

 

Comfort

 

UnternehmenTarifGesamtnoteAllianzAllianz Direktversicherung KomfortDynamik1,0ZurichVarioInvest Rente1,4Swiss LifeSwiss Life Maximo Kompakt Direktversicherung1,6HDITwoTrust Fokus Direktversicherung1,7Ergo LebenErgo Betriebs-Rente Garantie1,9

Die vollständigen und ausführlichen Ratingergebnisse finden Sie hier.

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Ehescheidung: Was wird aus dem Riester-Vertrag?

Do, 04/19/2018 - 08:46

Anspruch auf Zulagen zum Riester-Vertrag (private Rentenversicherung, Bausparen, Investment- oder Banksparplan) können auch Personen haben, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Voraussetzung dafür ist, dass der Ehepartner zum Kreis der unmittelbar zulagenberechtigten Personen zählt.

Durch den Zulagenvertrag für Ehepartner können z.B. auch Selbstständige oder Hausfrauen Förderung für ihren eigenen Riester-Vertrag erhalten. Dafür muss mindestens der Sockelbetrag von 60 Euro jährlich (5 Euro monatlich) eingezahlt werden, um die staatlichen Zulagen von 175 Euro zu erhalten.
Sind Kinder in der Ehe bzw. Lebenspartnerschaft vorhanden, betragen die Zulagen 185 Euro für bis Ende 2007 geborene und 300 Euro für ab 2008 geborene Kinder.

Bei Scheidung nicht kündigen

Fällt nun durch eine Ehescheidung die Voraussetzung für die Förderberechtigung weg, was passiert dann mit dem Vertrag?
Wird der Vertrag gekündigt, müssten die erhaltenen Zulagen zurückgezahlt werden. Stattdessen kann der Vertrag auch ruhend gestellt werden. Ist dann eigenes Einkommen aus einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit vorhanden, kann der Vertrag weitergeführt werden. Die Weiterführung des Vertrags ist auch möglich, wenn eine neue Ehe eingegangen wird, in der wieder der Partner unmittelbar zulagenberechtigt ist.
Diese Regelungen gelten auch für eingetragene Lebenspartnerschaften.

P&R-Insolvenz: Verfahren kann lange dauern

Mi, 04/18/2018 - 13:35

Im März wurde bekannt, dass das Münchener Amtsgericht ein Insolvenzverfahren über drei zur P&R-Gruppe gehörende Containergesellschaften eröffnet hatte – die P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, die P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH sowie die P&R Container Leasing GmbH. Nun haben deren vorläufige Insolvenzverwalter einen ersten Bericht vorgelegt.  

Hierin halten die vorläufigen Insolvenzverwalter, die Rechtsanwälte Dr. Philip Heinke und Dr. Michael Jaffé, fest, dass für die Bestandsaufnahme und Analyse der vorhandenen Aktiva und Passiva mehr Zeit benötigt werde. Derzeit sei die vorläufige Insolvenzverwaltung zusammen mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers damit beschäftigt, die vorhandenen Informationen und Zahlen aufzubereiten und zu analysieren. Dies werde aufgrund der großen Anzahl an Containern und der rechtlichen Komplexität der bestehenden Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zwischen den einzelnen Gesellschaften noch einige Zeit in Anspruch nehmen.  

Das Hauptaugenmerk müsse dabei darauf liegen, den störungsfreien Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten. „Jede Störung des dortigen Geschäftsbetriebs kann schwerwiegende Folgen für die Gläubiger haben, denn nur wenn die Container weiterhin vermietet bleiben, können die entsprechenden Erträge gesichert und realisiert werden“, heißt es hierzu von den Insolvenzverwaltern.  

Kaum Eigentumszertifikate

Den betroffenen Anlegern raten Heinke und Jaffé zur Ruhe. Man solle sich nicht „von anderweitigen Verlautbarungen außenstehender Dritter, die oft nur ihr eigenes geschäftliches Interesse im Auge haben“, verunsichern lassen. Damit nehmen sie Bezug auf zahlreiche Anwälte, die im Internet nach potenziellen Klienten fischen.  

Denn für die Anmeldung ihrer Ansprüche haben Anleger noch reichlich Zeit. Zuerst muss einmal das Amtsgericht München das Insolvenzverfahren formell eröffnen, damit Anleger Insolvenzforderungen anmelden können. Dieses wird dann auch im Anschluss eine entsprechende Frist bekannt geben, die in der Regel mehrere Monate beträgt.  

Für Sorge unter den 51.000 Anlegern, von denen mehr als die Hälfte (54,5 Prozent) über 60 Jahre alt ist, ist die Tatsache, dass nur die wenigsten im Besitz eines Eigentumszertifikats sind. So haben über 90 Prozent der Anleger kein entsprechendes Zertifikat – ein solches bekamen Anleger damals nur nach Aufforderung. Das heißt: Den Anlegern wurde in den meisten Fällen keine individuellen Containernummern zugeordnet, was auch eine Zuordnung der Mieteinnahmen für die Container unmöglich macht. „Dies ändert aber nichts daran, dass die im Insolvenzverfahren erzielten Erlöse allen Gläubigern, mithin also insbesondere den Anlegern zu Gute kommen werden“, beruhigt Insolvenzverwalter Jaffé. Wann Anleger hier aber auf Rückzahlungen hoffen können, bleibt bislang noch offen.

Signal Iduna wirbt VHV-Vorstand ab

Mi, 04/18/2018 - 12:59

Zum 01. Januar 2019 wird Dr. Christian Bielefeld (48) neues Vorstandsmitglied der Signal Iduna Gruppe. Er verantwortet dann die Ressorts IT, Betriebsorganisation, Antrag/Vertrag, Qualitätsmanagement und das Kunden-Service-Center. Diese Aufgaben wird Bielefeld von Professor Dr. Markus Warg (52) übernehmen, seit 2009 Mitglied im Konzernvorstand der Signal Iduna. Nach Angaben des Versicherers möchte sich Warg, der auch an der FH Wedel lehrt, wieder mehr der Wissenschaft widmen und verlässt den Versicherer auf eigenen Wunsch.

Sein Nachfolger Bielefeld ist aktuell noch Mitglied im Vorstand der VHV Holding AG. Der promovierte Jurist ist dort seit 2015 zuständig für das Ressort Operations/IT. Zudem ist er Sprecher innerhalb der Geschäftsführung der VHV solutions GmbH. In dieser Servicegesellschaft bündelt die VHV Gruppe gesellschaftsübergreifend mit circa 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ihre Vertrags- und Schadenbearbeitung sowie die Informatik.

VHV-Nachfolge bereits geklärt

In beiden Funktionen wird Bielefeld bereits per 01. Mai 2018 von Bernd Scharrer (52) beerbt. Bis zu seinem Ausscheiden wird Bielefeld seinen Nachfolger aber noch einarbeiten und dem VHV Holding-Vorstand als Chief Transformation Officer angehören.

Scharrer ist Diplom-Informatiker und kommt von der Allianz. Für den Konzern war er 23 Jahre lang in verschiedenen in- und ausländischen Managementfunktionen tätig. Zuletzt für die Einheit Allianz X, die zukünftig stärker in digitale Projekte aus den Bereichen Mobilität, vernetzte Gebäude, vernetzte Gesundheit, Vermögensmanagement und Altersvorsorge sowie Datenintelligenz und Internetsicherheit investieren möchte.

Generali erhöht BU-Beiträge

Mi, 04/18/2018 - 10:19

Kunden, die eine Berufsunfähigkeitsversicherung bei der Generali-Versicherung haben, müssen auf Beitragssteigerungen gefasst machen. Wie die Generali nun gegenüber Kunden bekannt gab, wird der Versicherer die Überschussbeteiligung in der BU-Versicherung kürzen. Dies führt in der Konsequenz zu einer Erhöhung des Zahlbeitrags für die Kunden.  

Als Grund macht die Generali die schwierige Lage am Finanzmarkt verantwortlich. In einem Kundenanschreiben der Generali, das der Rostocker Makler Alexander Schierstedt veröffentlicht hat, heißt es hierzu: „Aufgrund der Niedrigzinsphase mussten wir – wie andere Versicherungsunternehmen auch – leider die Überschussbeteiligung senken.“  

Anpassung um maximal acht Prozent

Die Beitragsanpassung fällt dabei allerdings relativ betrachtet moderat aus. So erhöhte sich der Zahlbeitrag im von Schierstedt geschilderten Fall von 93,06 Euro/Monat auf 100,48 Euro – dies ist ein Plus von rund acht Prozent. Auf procontra-Nachfrage erklärte ein Generali-Sprecher, dass die Beitragsanpassungen auch bei maximmal acht Prozent liegen sollen. Betroffen von den Beitragsanpassungen seien alle bestehenden Invaliditätstarife mit einem Rechnungszins von mehr als 1,25 Prozent beim Überschusssystem Beitragssofortabzug . Dabei handelt es sich um Verträge, die vor 2015 abgeschlossen wurden. Die Erhöhung erfolge dabei unabhängig von der versicherten Berufsgruppe, heißt es seitens der Generali.  

Wirksam werden die Beitragserhöhungen zur Hauptfälligkeit der jeweiligen Verträge, erstmalig jedoch zum 1. April dieses Jahres.  

Damit liegen die Beitragsanpassungen weit unter denen der WWK, die kurz vor Jahresende 2017 Beitragssteigerungen um bis zu 40 Prozent bekannt gab und dadurch auch fernab der Fachpresse für Schlagzeilen sorgte. Der Hamburger Maklerpool maxpool hatte gar eine Beschwerde bei der Finanzaufsicht BaFin eingereicht. „Die Kunden, die im Laufe der letzten Jahre einen Berufsunfähigkeitsvertrag der WWK gekauft haben, wurden bewusst getäuscht. Es ist doch kein Zufall, dass eine Beitragsanpassung von satten 35 Prozent stattfand, die nur kurze Zeit später mit 40 Prozent noch einmal getoppt wurde. Die Anpassung war offenbar im Vorfeld geplant und wurde auf zwei Schritte verteilt, um die Versicherten nicht zu sehr zu verunsichern“, ärgerte sich Pool-Chef Drewes.

Beratungsqualität: Storno als Maßstab geeignet?

Mi, 04/18/2018 - 10:00

Die Evaluierung des LVRG steht in diesem Jahr an und ein Vorschlag der BaFin lässt schon ahnen, dass Nachbesserungen folgen werden. Auf einer internen Sitzung soll BaFin-Exekutivdirektor Dr. Frank Grund den Vorschlag gemacht haben, dass Versicherer höchstens 2,5 Prozent der Beiträge für Courtagen/Provisionen ausgeben, die der Kunde während der Vertragslaufzeit zahlt. Vermittler, die bestimmte Qualitätskriterien einhalten, sollen weitere 1,5 Prozent vom Versicherer erhalten dürfen. Beispielhaft nannte die BaFin Storno- und Beschwerdequote. Zwar betonte Dr. Grund in einem Interview, dass die BaFin der Evaluierung durch den Gesetzgeber nicht vorweggreifen wolle, der Vorschlag sorgte dennoch für geteiltes Echo in der Branche.

Neben der Frage, ob überhaupt weitere Regulierungen bei der Vermittlervergütung notwendig sind, erweisen sich auch die vorgeschlagenen Qualitätskriterien als problematisch. Zwar könne die Stornoquote ein sinnvolles Indiz für Qualitätsberatung sein, so Lars Widany, Vorstandsvorsitzender der Charta Börse für Versicherungen AG. Aber nur dann, wenn abschlussnahe Zeiträume betrachtet werden. Auch Dr. Jenssen vom BDVM hält die Stornoquote nur bedingt für geeignet - sie müsste nach Zielgruppen differenziert ausgewertet werden, so Jenssen gegenüber procontra.

Kaum Beschwerden über Vermittler

Widany verweist zudem auf den Ombudsmannbericht, in dem kaum Beschwerden über Vermittler erfasst wurden. "Der Bericht des Ombudsmanns weist für 2016 insgesamt 14659 zulässige Beschwerden über Versicherer aus. Davon entfielen auf die Lebensversicherung 3707. Über Vermittler gab es im gleichen Zeitraum 344 Beschwerden, wobei nur 137 zulässig waren. Bei über 200000 registrierten Vermittlern mit Millionen von Beratungen ein Wert, der Respekt abnötigt", so Widany.

Auch Oliver Pradetto (blau direkt) verwies gegenüber procontra darauf, dass die überwiegende Mehrheit der Beschwerden den Versicherer und nicht den Vermittler betrifft. Ähnliches, so Pradetto, ließe sich auch über Stornos sagen: "Wenn der Versicherer schlecht reguliert, kommuniziert oder Überschüsse streicht, hat der Vermittler damit rein gar nichts zu tun. Er zahlt aber schon heute die Zeche, weil sein Kunde sich von ihm abwendet, weniger kauft oder der Makler die Stornoprovision zu zahlen hat. Jetzt sollen die Vermittler auch noch für Fehler des Versicherers mit niedrigeren Provisionen bestraft werden?" Sowohl Storno- als auch Beschwerdequote seien maßgeblich mit den Produkten der Versicherer verbunden, so der Poolchef.

Und wie misst man Kundenzufriedenheit stattdessen? "Die Branche hat es in 300 Jahren nicht für nötig gehalten, hier einen Maßstab zu schaffen, um diese objektiv und einheitlich zu messen und sicher wird es höchste Zeit, dass sich diesbezüglich etwas ändert", so Pradetto. Aber sicher nicht so, wie die BaFin es vorgeschlagen hat.

Belästigende Telefonwerbung: 2 Vermittler verklagt

Mi, 04/18/2018 - 07:57

Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs (Wettbewerbszentrale) hat aufgrund belästigender Telefonwerbung Klage gegen zwei Versicherungsvermittler erhoben. Die beiden Vorkommnisse stehen allerdings nicht in Zusammenhang miteinander.

Im ersten Fall hatte sich ein Anrufer im November 2017 bei einem Offenbacher Bestattungsunternehmen als Mitarbeiter eines Eschborner Versicherungsmaklers vorgestellt und dessen Dienste angeboten. Der Bestatter hatte allerdings, wie es heißt, zu keinem Zeitpunkt zuvor gegenüber dem Maklerunternehmen seine Einwilligung erklärt, entsprechende Werbeanrufe zu erhalten. Um gegen den unerlaubten Werbeanruf vorgehen zu können, bat er um Zusendung der Makler-Kontaktdaten per E-Mail und wand sich damit an die Wettbewerbszentrale.

Bestatter als Opfer

Diese forderte den Makler zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung auf, die dieser aber verweigerte, weil der Anruf durch einen sogenannten „Lead-Lieferanten“ erfolgt sei, der nicht im Auftrag des Maklers, sondern selbstständig agiert habe. Aus der Tatsache, dass der Bestatter zu Beweiszwecken eine entsprechende E-Mail angefordert hat, wurde von Seiten des Maklers zudem auf eine mutmaßliche Einwilligung und ein mutmaßliches Interesse an dem Telefonanruf geschlossen.

Neben der erhobenen Unterlassungsklage (Az. 3-06 O 5/18) soll nun vor dem Landgericht Frankfurt am Main auch geklärt werden, ob das Maklerunternehmen für die Telefonanrufe der von ihm beauftragten „Lead-Agentur“ verantwortlich ist. Anscheinend sind Bestattungsunternehmen ein beliebtes Ziel von fragwürdigen Werbeanrufen. Bereits im vergangenen Jahr erstritt die Wettbewerbszentrale für einen Vertreter dieser Berufszunft ein Urteil wegen belästigender Werbung durch einen Ausschließlichkeitsvermittler.

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Seite 2: Die zweifelhafte Gewinnspielteilnahme

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Im zweiten Fall hatte sich ein Nürnberger Vermittler bereits im Jahr 2008 im Rahmen einer strafbewehrten Unterlassungserklärung dazu verpflichtet, zukünftig keine Personen mehr anzurufen, die nicht zuvor ihr Einverständnis mit einer Werbung per Telefon erklärt haben. Daran hielt er sich allerdings nicht und musste in den Kalenderjahren 2009, 2011, 2014 und 2015 jeweils Vertragsstrafen aus der übernommenen Unterlassungsverpflichtung bezahlen.

Im Juli 2017 erreichte die Wettbewerbszentrale zuletzt die Beschwerde einer Verbraucherin über den Vermittler. Diesmal wollte er jedoch die Vertragsstrafe nicht bezahlen und forderte darüber hinaus auch die Aufkündigung der Unterlassungsverpflichtung, da dies für ihn „unzumutbar wäre“. Die Verbraucherin habe im Rahmen einer Gewinnspielteilnahme in die Telefonwerbung eingewilligt, was diese jedoch bestreitet.

Die Wettbewerbszentrale hat daraufhin beim Landgericht Nürnberg-Fürth Klage auf Zahlung der Vertragsstrafe sowie Klage auf Unterlassung erhoben (Az. 19 O 266/18). Im Hinblick auf die von dem Versicherungsvermittler erklärte Kündigung der Unterlassungserklärung sei die Wiederholungsgefahr für den festgestellten Wettbewerbsverstoß wiederaufgelebt, heißt es von Klägerseite.

So geht es richtig

Bei Werbeanrufen und der Kaltakquise am Telefon können Vermittler rechtlich einiges falsch machen. Außerdem bestehen große Unterschiede bei der Ansprache von Privat- und Gewerbekunden. Wie es richtig geht und wo die Fallstricke liegen, hat Peter Breun-Goerke, Syndikusrechtsanwalt der Wettbewerbszentrale, im Interview mit procontra erklärt.

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Unfallversicherung: Anordnung oder Empfehlung vom Arzt?

Di, 04/17/2018 - 16:06

Unter welchen Umständen leistet der gesetzliche Unfallschutz? Diese Frage ist immer wieder Gegenstand von gerichtlichen Auseinandersetzungen. So auch im vorliegenden Fall.

Eine Frau war wegen Anpassungsstörungen für drei Wochen in einer Reha-Klinik. An einem Samstag-Abend besuchte sie mit anderen Mitrehabilitanden eine gastronomische Einrichtung. Auf dem Rückweg in die Klinik stürzte die Frau und brach sich einen Finger.
Den Unfall wollte die Frau als Arbeitsunfall anerkannt wissen und macht geltend, dass der Ausflug Teil der Therapie und von den Ärzten empfohlen worden sei.

Ausflug kein Teil der Therapie

Die Berufsgenossenschaft fragte bei der Klinik nach. Diese erklärte, dass der Ausflug nicht ärztlicherseits verordnet gewesen sei. Es werde den Patienten lediglich allgemein empfohlen, gemeinsame Freizeitaktivitäten durchzuführen. Eine Begleitung der Gruppe durch medizinisches Fachpersonal habe ebenfalls nicht stattgefunden.

Das LSG Stuttgart (L 8 U 3286/17) lehnte deshalb eine Einstufung als Arbeitsunfall ab.
Zwar stehen Personen, die auf Kosten eines Rehabilitations-Trägers Leistungen zur medizinischen Rehabilitation erhalten, unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Doch dieser Schutz gelte nicht für jede Aktivität während der Kur/Reha. Es müsse ein spezifischer Zusammenhang zur durchgeführten Reha-Maßnahme bestehen.
Die Empfehlung der Ärzte ersetzt keine ärztliche Anordnung, Betreuung oder Überwachung, so die Richter.

BU-Leistung: Längere Bearbeitungszeiten und mehr Klagen

Di, 04/17/2018 - 14:26

Statistische Angaben zur Antrags- und Leistungsbearbeitung in der Berufsunfähigkeitsversicherung sorgen regelmäßig für geteilte Meinungen. Zumindest dann, wenn sie vom GDV veröffentlicht werden. Aus ihrer Sicht zu allgemeine Daten oder nur Teilstücke aus den Statistiken der Versicherer sorgten zuletzt unter Maklern erneut für Unmut.

Das will man bei der Premiumcircle Deutschland GmbH anders machen. Wie lange sich die Bearbeitung im BU-Leistungsfall hinzieht, ob gezahlt wird und wie lange, das gleicht für Versicherte und Vermittler oftmals einem Würfelspiel, wiederholte das Beratungshaus nun seine fortwährende Kritik an den Anbietern. Das Hauptproblem seien die mehreren hundert unbestimmten Begriffe und unverbindlichen Formulierungen in den Vertragsbedingungen. Ohne eine Erhöhung der Leistungs-Transparenz durch verbindliche Leitplanken sehe er keine Chance, die unterdurchschnittliche BU-Absicherungsquote von 25 Prozent weiter zu steigern, so Premiumcircle-Geschäftsführer Claus-Dieter Gorr. Ohne diese Anpassungen prognostiziert er ein Anbietersterben unter den BU-Versicherern.

Zur Förderung der Transparenz hat Premiumcircle im Februar 61 BU-Versicherer zu ihrem unternehmensindividuellen Leistungsverhalten für die Jahre 2015 und 2016 befragt. Detailliert beantwortet haben den 111-teiligen Fragebogen nur 7 Anbieter, die für einen BU-Marktanteil von 13 Prozent stehen. Das ist ein deutlicher Rückgang im Vergleich zur Befragung im Vorjahr. Angaben von Premiumcircle zufolge haben 10 Versicherer keine relevanten Daten geliefert, 19 haben aus internen Gründen abgelehnt und 25 überhaupt nicht reagiert.

Die 7 Versicherer, die detailliert geantwortet haben, sind

  • Alte Leipziger          
  • AXA          
  • Barmenia         
  • Debeka       
  • HDI            
  • LV 1871           
  • Swiss Life

Eine Auswertung ihrer Antworten finden sich auf Seite 2 dieses Artikels.

Seite 1: Viele BU-Versicherer behalten ihre Daten für sich
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Die 7 Versicherer haben im Jahr 2016 insgesamt 9.674 BU-Leistungsfälle abschließend bearbeitet. 2015 waren es etwas weniger (9.149) und 2014 etwas mehr (10.236). Bei der Anerkennung dieser Leistungsfälle liegen die Quoten der Versicherer weit auseinander. Im Jahr 2015 erkannte ein Anbieter nur 46,9 Prozent seiner BU-Leistungsanträge an, ein anderer 86,5 Prozent. Die anderen Unternehmen lagen dazwischen. Ähnlich verhielt es sich im Jahr 2016 (55,5 Prozent und 87,7 Prozent).

Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer für den Leistungsfall ist gegenüber dem Jahr 2014 (95 Tage) länger geworden. Sie lag im Jahr 2015 bei 114 und im Jahr 2016 bei 116 Tagen. Die Varianz zwischen den einzelnen Unternehmen liegt durchschnittlich zwischen 76 und 219 Tagen (2015) sowie 76 und 204 Tagen (2016). Hier zeigt sich eine Verbesserung, weil die Spanne 2014 noch zwischen 30 und 219 Tagen gelegen hatte.

Weitere Erkenntnisse der Premiumcircle-Umfrage
  • Unbefristete und befristete Leistungsanerkenntnisse (LA): Die Varianz der unbefristeten LA liegt zwischen 81,2 Prozent und 96,9 Prozent (2015) und 75,8 Prozent und 97,7 Prozent (2016). Unter Berücksichtigung der Jahresschwankungen liegt keine signifikante Veränderung zu 2014 vor. Die Varianz der befristeten LA liegt zwischen 18,8 Prozent und 3,1 Prozent (2015) sowie 24,2 Prozent und 1,4 Prozent (2016). Die Varianz schwankt von Jahr zu Jahr erheblich.
     
  • Durchschnittliche BU-Rentenhöhe unbefristeter LA: Die mit der Anzahl unbefristeter LA gewichtete durchschnittliche Höhe betrug 909 Euro (2015) sowie 899 Euro (2016). Hier liegt keine signifikante Veränderung zu 2014 vor.
     
  • Klageerhebung VN/VP: Der Anteil der Klageerhebung durch den VN/VP ist leicht gestiegen. Die Varianz liegt zwischen 30,1 Prozent und 3,4 Prozent (2015) sowie 32 Prozent und 3 Prozent (2016). Die Varianz schwankt von Jahr zu Jahr leicht.
     
  • Erfolgsquote zugunsten VN/VP: Der Erfolgsanteil der erstinstanzlichen Urteile zugunsten VN/VP ist gesunken. Die Varianz liegt zwischen 40 Prozent und null (2015) sowie 37,5 Prozent und 5,6 Prozent (2016). Die Varianz ist geringer geworden.
     
  • Leistungseinstellung unbefristeter LA aufgrund einer Nachprüfung: Der Anteil der Leistungseinstellungen ist leicht zurückgegangen. Die Varianz liegt zwischen 37,7 Prozent und 4,9 Prozent (2015) sowie 42,4 Prozent und 8,3 Prozent (2016). Die Varianz hat sich vergrößert.
     
  • Gewichtete vorangegangene Leistungsdauer bis zur Einstellung der unbefristeten Leistung: Die durchschnittliche Leistungsdauer ist geringer geworden. Die Varianz liegt bei 4,0 Jahre bis 8,0 Jahre (2015) sowie 4,0 Jahre bis 7,8 Jahre (2016). Die Varianz ist geringer geworden. 

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